Marke · Luxus

Hermès

Frankreich · gegründet 1978 · Luxus

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Hermès ist ein französisches Luxushaus, dessen Uhrensparte La Montre Hermès 1978 gegründet wurde und in der Schweiz angesiedelt ist. Über reine Modeuhren hinaus hat Hermès in den vergangenen Jahren zunehmend ernsthafte uhrmacherische Ambitionen entwickelt.

Steckbrief

Gegründet1978
LandFrankreich
SitzBiel/Bienne
Gründer—
KategorieLuxus
Preisklasseca. 2.500–50.000 €
Uhrwerketeils eigene Werke und Kaliber von Vaucher (25-%-Beteiligung), ergänzt um Zulieferwerke

Geschichte

Das Modehaus Hermès wurde 1837 von Thierry Hermès in Paris gegründet und ist für Lederwaren und Seidentücher weltbekannt. Die eigene Uhrensparte La Montre Hermès entstand 1978 mit Sitz in Biel/Bienne in der Schweiz.

Um die Werkversorgung zu sichern, erwarb Hermès eine Beteiligung an der Werkemanufaktur Vaucher und baute eigene Kompetenzen auf. Damit hebt sich das Haus von reinen Lizenzmodellen anderer Modehäuser ab und verfolgt einen eigenen uhrmacherischen Weg. Die 25-prozentige Beteiligung an Vaucher besteht seit 2006 und sichert Zugang zu hochwertigen Werken.

Bekannt für

Hermès-Uhren sind für elegantes, oft von der Reitsportwelt inspiriertes Design und hochwertige Lederarmbänder bekannt. Modelle wie Arceau, Cape Cod und Heure H prägen das Bild der Marke. Die Sparte gilt heute als eine der ambitionierteren unter den Häusern mit Modehintergrund.

Lange wurde Hermès primär als Modehaus mit Uhren wahrgenommen; durch die Vaucher-Beteiligung und eigene Komplikationen wird die Sparte heute ernster genommen. Preise liegen im Luxusbereich, der Fokus bleibt jedoch stärker auf Stil als auf sportlicher Werttradition.

Uhrwerke & Technik

Hermès nutzt teils eigene Werke sowie Kaliber der Manufaktur Vaucher, an der das Haus beteiligt ist, ergänzt um Zulieferwerke. Neben klassischen Zeitanzeigen gibt es eigenständige Komplikationen, etwa verspielte Zeitanzeigen.

Wichtige Modelle von Hermès

  • Arceau — Klassische Linie mit asymmetrischen, an Steigbügel erinnernden Bandanstößen.
  • Cape Cod — Uhr mit charakteristischem, länglich-rechteckigem Gehäuse.
  • Heure H — Modell, dessen Gehäuse den Buchstaben H der Marke aufgreift.
  • Slim d'Hermès — Besonders flache, elegante Linie mit reduziertem Zifferblatt.

Hermès kaufen: Worauf du achten solltest

Hermès-Uhren richten sich an Käufer, die Design, Lederkompetenz und Markenwelt schätzen. Wer horologische Substanz sucht, sollte gezielt zu Modellen mit Vaucher-Werken oder eigenen Komplikationen greifen; der Kauf über Boutiquen und autorisierte Händler sichert Herkunft und Service. Boutiquen bieten zudem die große Auswahl an hauseigenen Lederarmbändern.

Unser Fazit zu Hermès

Hermès verbindet luxuriöses Design und Lederhandwerk mit zunehmend ernsthafter Uhrmacherei und hat sich damit vom reinen Modeanhängsel zu einer ernst zu nehmenden Adresse entwickelt. Für stilbewusste Käufer eine attraktive Wahl; klassische Sammler sollten gezielt zu den werkstärkeren Modellen greifen.

Häufige Fragen

Sind Hermès-Uhren nur Modeuhren?

Nein, durch die Beteiligung an der Manufaktur Vaucher und eigene Komplikationen hat die Sparte echten uhrmacherischen Anspruch.

Wo werden Hermès-Uhren gefertigt?

Die Uhrensparte La Montre Hermès sitzt in Biel/Bienne in der Schweiz.

Welche Modelle sind typisch?

Vor allem Arceau, Cape Cod, Heure H und die flache Linie Slim d'Hermès.