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Uhren-Lexikon: 525 Fachbegriffe von A–Z

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525 Begriffe

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904L StahlEine besonders korrosions- und säurebeständige Edelstahllegierung, die sich hochglänzend polieren lässt. Bekannt wurde sie durch Rolex, das sie „Oystersteel“ nennt.

A

Abfallfehler (Beat Error)Der zeitliche Gleichlauf der beiden Halbschwingungen der Unruh. Ist der Abfall zu groß, schwingt die Unruh ungleichmäßig, was die Ganggenauigkeit verschlechtert.AbzieherEin Uhrmacherwerkzeug, das die Zeiger senkrecht von ihren Achsen abhebt.AcrylglasWeiches Kunststoffglas (Hesalith/Plexi); splittersicher und warm im Vintage-Look, aber kratzempfindlich – kleine Kratzer lassen sich auspolieren.Aftermarket-TeileNicht vom Uhrenhersteller stammende Ersatz- oder Zubehörteile, die bei Reparatur oder Umbau eingesetzt werden.AlarmwerkEin Zusatzwerk, das zu einer eingestellten Zeit ein akustisches Wecksignal auslöst.AlligatorlederHochwertiges Leder aus der Haut des Alligators mit charakteristischem Schuppenmuster, artenschutzrechtlich reguliert.Alpha-ZeigerEin schlanker, klassisch-eleganter Zeigertyp, der sich zur Spitze hin gleichmäßig verjüngt.AluminiumLeichtmetall, das in Uhren vor allem für Lünetteneinlagen, Gehäuse und Zifferblätter verwendet wird.AluminiumlünetteLünette mit einer Einlage aus eloxiertem Aluminium, die die Skala trägt und Farbe erhält.AM-PM-AnzeigeEine Anzeige, die auf einer 12-Stunden-Uhr angibt, ob es sich um Vormittag oder Nachmittag handelt.AmplitudeDer Ausschlagwinkel, den die Unruh bei ihrer Schwingung erreicht. Eine gesunde Amplitude von rund 270 bis 310 Grad gilt als Zeichen für ein gut laufendes Werk.AmplitudenabfallDie Abnahme des Schwingungswinkels der Unruh, ein wichtiger Hinweis auf den Zustand eines Uhrwerks.Anglage (Anglierung)Das Anschrägen und Polieren der Kanten von Werksteilen wie Brücken. Diese aufwendige Handarbeit gilt als Qualitätsmerkmal hochwertiger Uhrwerke.AnglierungDas Anschrägen und Polieren der Kanten von Werkteilen, ein klassisches Merkmal sorgfältiger Werkveredelung.AnkaufswertDer Preis, den ein Händler beim Ankauf einer Uhr zahlt und der unter dem späteren Verkaufspreis liegt.AnkerDer Hebel im Herzstück der Uhr, der zwischen Ankerrad und Unruh vermittelt und die Energie portionsweise weitergibt.AnkerbrückeKleine Brücke im Uhrwerk, die das obere Lager des Ankers aufnimmt und dessen Schwenkbewegung führt.AnkerhemmungDas häufigste Hemmungssystem mechanischer Uhren: Der Anker gibt die Energie der Feder in gleichmäßigen Portionen an die Unruh ab – das typische Ticken der Uhr.Ankerrad (Hemmungsrad)Das letzte Zahnrad im Räderwerk, das über den Anker mit der Unruh zusammenarbeitet. Es gibt die gespeicherte Energie in kleinen Portionen weiter und erzeugt so das typische Ticken.AnkerradbrückeDie Brücke, die das obere Lager des Ankerrads trägt und dieses genau im Eingriff zum Anker hält.AnstoßbreiteDer Abstand zwischen den beiden Bandanstößen, der bestimmt, wie breit das passende Armband sein muss.AntriebsradZahnrad, das seine Drehbewegung und Kraft auf ein anderes Rad oder einen Trieb überträgt.Applikationen (Appliken)Erhaben aufgesetzte Indizes oder Ziffern auf dem Zifferblatt, im Gegensatz zu bloß aufgedruckten Markierungen. Sie geben dem Zifferblatt Tiefe und wirken hochwertiger.Arabische ZiffernDie geläufigen Zahlzeichen von 1 bis 12 auf dem Zifferblatt, im Unterschied zu römischen Ziffern oder Strichindizes.Astronomische KomplikationSammelbegriff für Zusatzfunktionen, die Vorgänge am Himmel wie Mondphase, Sternzeit oder Sonnenstand auf der Uhr abbilden.ATM (Atmosphäre) · ATMDruckeinheit für die Wasserdichtigkeit: 1 ATM entspricht etwa 1 bar bzw. 10 Metern Wassersäule – ein Labor-Prüfwert, keine reale Tauchtiefe.AtomuhrEine hochpräzise Uhr, die die Schwingungen von Atomen als Taktgeber nutzt und den weltweiten Zeitstandard bestimmt.AufzugswelleDie Welle, die die Krone mit dem Werk verbindet und Handaufzug sowie Zeigerstellung überträgt.AutomatikchronographEin Automatikchronograph ist eine Uhr, die eine Stoppfunktion mit einem selbstaufziehenden, also automatischen Uhrwerk verbindet.AutomatikwerkEin mechanisches Uhrwerk, das sich durch die Bewegung des Handgelenks über einen Rotor selbst aufzieht.Aventurin-ZifferblattGlasartiges, funkelndes Zifferblatt mit Sternenhimmel-Effekt.

B

Bandanstoß (Lug-to-Lug)Der Abstand zwischen den äußeren Enden der Bandhörner. Entscheidet oft stärker als der Durchmesser, ob eine Uhr aufs Handgelenk passt.Bandhörner (Lugs)Die Fortsätze am Gehäuse, zwischen denen das Armband mit den Federstegen befestigt wird. Ihre Form und Länge prägen maßgeblich, wie eine Uhr am Handgelenk sitzt.BandreifRingförmiges Mittelteil eines Uhrengehäuses zwischen Glasseite und Boden, das die Anstöße für das Armband trägt.BandschlaufeDie Schlaufe an einem Uhrenarmband, die das überstehende Bandende festhält und ordentlich anliegen lässt.Bar · barDruckeinheit der Wasserdichtigkeit; 1 bar ≈ 1 ATM ≈ 10 m Wassersäule. Sagt, welchem Prüfdruck die Uhr standhält.BasiskaliberGrundwerk, das als Ausgangspunkt für abgeleitete Varianten oder für zusätzliche Module dient.BauhöheDie Dicke des Gehäuses. Eine flache Uhr passt leichter unter die Manschette, eine hohe wirkt sportlicher.Beads-of-Rice-BandEin feingliedriges Metallarmband aus vielen kleinen, an Reiskörner erinnernden Gliedern.Beobachtungsuhr (B-Uhr)Große, gut ablesbare Fliegeruhr nach historischem Militärstandard.Besançon-ObservatoriumEine französische Sternwarte, die Uhren auf Ganggenauigkeit prüft und mit dem Schlangenkopf-Zeichen zertifiziert.Bidirektionale LünetteEin drehbarer Gehäusering, der sich in beide Richtungen verstellen lässt, im Gegensatz zur einseitig drehbaren Lünette.Blattzeiger (Feuille)Blattförmige, elegante Zeiger.BombierungNach außen gewölbte, kuppelartige Form eines Bauteils, am häufigsten beim Uhrglas oder beim Zifferblatt.BorduhrEine fest im Armaturenbrett eines Fahrzeugs oder im Cockpit eines Flugzeugs verbaute Uhr.BoxglasHoch gewölbtes Box-Saphirglas im Vintage-Stil.Breguet-SpiraleEine an ihrem Ende angehobene Unruhspirale, die gleichmäßiger „atmet“ und die Ganggenauigkeit verbessert.Breguet-ZeigerEin eleganter Zeiger mit einem durchbrochenen Kreis kurz vor der Spitze. Benannt ist er nach dem Uhrmacher Abraham-Louis Breguet.BreguetspiraleEine Spiralfeder, deren äußerste Windung angehoben und nach innen gebogen ist, damit sie gleichmäßiger schwingt.BronzeEine Kupferlegierung mit warmem, goldähnlichem Ton, die mit der Zeit eine individuelle Patina ansetzt. Beliebt ist sie vor allem bei Taucher- und Uhren im Vintage-Stil.BrückeEin Metallsteg, der Räder und Wellen auf der Platine lagert, etwa die Unruhbrücke.BrückenwerkBauweise eines Uhrwerks, bei der die Räder von mehreren einzeln verschraubten Brücken statt von einer durchgehenden Platine gehalten werden.Bulletin de MarcheEin Zeugnis, das die gemessene Ganggenauigkeit einer Uhr in verschiedenen Lagen und Temperaturen dokumentiert.Bund-BandEin Lederband mit breiter Lederunterlage, die zwischen Uhr und Handgelenk liegt und ursprünglich aus dem militärischen Bereich stammt.Butterfly-FaltschließeFaltschließe, die sich beidseitig zur Mitte hin öffnet und im geschlossenen Zustand unter dem Band verborgen bleibt.Bâton-ZeigerSchlichte, gerade Stabzeiger.

C

CabochonEin glatt gewölbt geschliffener, facettenfreier Edelstein, der oft als Zierde die Krone schmückt. Häufig kommt dafür blauer Saphir oder Mondstein zum Einsatz.California DialEin Zifferblatt, das oben römische und unten arabische Ziffern kombiniert. Der ungewöhnliche Stil stammt aus den 1930er-Jahren und ist bis heute ein Blickfang.California-ZifferblattEin California-Zifferblatt kombiniert römische Ziffern in der oberen und arabische Ziffern in der unteren Hälfte des Zifferblatts.Carré-GehäuseEin quadratisches Uhrengehäuse mit vier gleich langen Seiten; Carré ist französisch für quadratisch.Cathedral-ZeigerZeigerform, deren gegliederte, längliche Gestalt an das Maßwerk gotischer Kirchenfenster erinnert.Certified Pre-Owned · CPOVom Händler oder Hersteller geprüfte und mit Garantie versehene Gebrauchtuhr.ChamplevéEine Emailtechnik, bei der Vertiefungen im Metall ausgehoben und mit farbigem Email gefüllt, gebrannt und plangeschliffen werden.Chapter Ring (Zwischenring)Der erhöhte Minuten- und Sekundenring am Rand des Zifferblatts.ChatonKleine Fassung, die einen Lagerstein aufnimmt und ihn – oft verschraubt – in Platine oder Brücke des Uhrwerks hält.ChronofiableSchweizer Prüfverfahren, das die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit einer kompletten Uhr durch Alterungstests bewertet.ChronographEine Uhr mit zusätzlicher Stoppuhr-Funktion, meist mit Drückern und kleinen Hilfszifferblättern – nicht mit dem Chronometer zu verwechseln.Chronographen-NullstellungDie Funktion, die die gestoppten Chronographenzeiger wieder auf null zurückführt.ChronometerEine besonders ganggenaue Uhr, deren Präzision offiziell zertifiziert wurde (z. B. COSC: –4/+6 Sekunden pro Tag).ChronometerhemmungEine hochpräzise, aber empfindliche Hemmung, historisch in Marinechronometern verbaut.ChronometrieDie Wissenschaft und Lehre von der genauen Zeitmessung sowie von den Verfahren und Geräten dafür.CloisonnéEmailtechnik, bei der dünne Metallstege Zellen bilden, die anschließend mit farbigem Email gefüllt und gebrannt werden.Clou de ParisEin Verzierungsmuster aus vielen kleinen, spitzen Pyramiden, auch Nagelkopfschliff genannt.Co-Axial-HemmungEine von George Daniels entwickelte Hemmung mit koaxial (übereinander) angeordneten Rädern. Sie verringert die Reibung und macht dadurch längere Serviceintervalle möglich.COSCDie Schweizer Prüfstelle (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres), die Uhrwerke auf Chronometer-Genauigkeit testet.Countdown-LünetteEine drehbare Lünette mit abwärts zählender Skala, die die verbleibende Zeit bis zu einem Zeitpunkt anzeigt.Cyclops-LupeEine kleine Lupe auf dem Uhrglas, die das Datum vergrößert. Bekannt geworden ist sie durch Rolex, wo sie das Fenster rund 2,5-fach vergrößert.Côtes de Genève (Genfer Streifen)Ein wellenförmiges Streifenmuster auf Brücken und Rotoren. Es dient rein der Zierde und ist ein klassisches Schmuckelement der feinen Uhrmacherei.

D

Daily BeaterAlltagsuhr, die man bedenkenlos jeden Tag trägt.Damaszener StahlEin gemusterter Stahl mit sichtbar welliger Maserung, die durch geschmiedete Lagen entsteht und durch Ätzen hervortritt.DatumsfensterEin kleiner Ausschnitt im Zifferblatt, der das Datum zeigt. Nicht nachts (ca. 21–3 Uhr) schnellstellen.DatumslupeEine kleine Lupe im Uhrglas über dem Datumsfenster, die die Datumsanzeige vergrößert.DatumsscheibeDie Datumsscheibe ist eine drehbare Scheibe unter dem Zifferblatt, die die Datumszahlen trägt und im Datumsfenster anzeigt.DatumsschnellschaltungEine Funktion, mit der sich das Datum rasch verstellen lässt, ohne die Zeiger mehrfach über 24 Stunden zu drehen.Dauphine-ZeigerEin kantiger, sich zur Spitze hin verjüngender Zeiger mit facettierter Oberfläche. Er gilt als klassisch-elegant und ist an vielen Dress Watches zu finden.Deck-UhrEin tragbarer Präzisionszeitmesser für die Navigation, zwischen Marinechronometer und Taschenuhr angesiedelt.DecksteinEin flacher Lagerstein, der über dem durchbohrten Lochstein sitzt und das Höhenspiel eines Zapfens begrenzt.DetenthemmungDie Detenthemmung ist eine reibungsarme Hemmung, die vor allem in historischen Marinechronometern und Präzisionstaschenuhren verwendet wurde.Dichtung (O-Ring)Gummiring an Krone, Boden und Glas, der die Uhr abdichtet; altert mit der Zeit.DichtungsringEin meist runder Dichtring aus Gummi, der Gehäuseteile abdichtet und Wasser sowie Staub fernhält.DigitalanzeigeAnzeige, bei der die Zeit mechanisch über Ziffern auf Scheiben in Fenstern erscheint statt über Zeiger.DIN 8306Deutsche Norm für wasserdichte Uhren, die Anforderungen und Prüfbedingungen für die Kennzeichnung als wasserdicht festlegt.DIN 8308Eine deutsche Norm, die Anforderungen und Prüfverfahren für die Wasserdichtheit von Uhren festlegt.DIN 8309Deutsche Norm, die Anforderungen und Prüfbedingungen für magnetfeldbeständige (antimagnetische) Uhren festlegt.DIN 8310 · DIN 8310Deutsche Norm zu Anforderungen an wasserdichte Uhren.DistanzringEin Ring, der ein kleineres Werk im größeren Gehäuse mittig hält und fixiert.DLC-BeschichtungEine besonders kratzfeste Beschichtung aus diamantähnlichem Kohlenstoff (Diamond-Like Carbon). Sie wird vor allem für tiefschwarze, robuste Gehäuse eingesetzt.DoppelbodenEine Gehäusekonstruktion mit zwei Böden, etwa einem inneren Staubdeckel und dem äußeren Boden, die das Werk zusätzlich schützt.DoppellünetteEine Lünettenkonstruktion aus zwei getrennten Ringen oder Skalen an einem Gehäuse.DoppelrolleBauteil der Ankerhemmung auf der Unruhwelle, das Impuls und Sicherung auf zwei getrennte Scheiben verteilt.DoppeltourbillonEine Tourbillon-Variante mit zwei rotierenden Käfigen oder zwei Drehachsen, die Lagefehler zusätzlich ausgleichen soll.DornschließeEinfache Schnallenschließe wie am Gürtel, meist an Lederbändern.DrehlünetteDrehbarer Ring um das Glas; einseitig (Taucher) oder beidseitig drehbar.Dress WatchEine flache, schlichte und elegante Uhr für formelle Anlässe. Sie ist meist eher klein gehalten und rutscht bequem unter die Hemdmanschette.DruckbodenEin Gehäuseboden, der ohne Gewinde nur durch Druck in das Gehäuse gepresst und durch Spannung gehalten wird.DrückerDie Knöpfe seitlich am Gehäuse, mit denen sich Funktionen wie der Chronograph starten, stoppen und nullstellen lassen.DrückerschutzEin Schutz an Gehäuse und Drückern, der die Chronographen- oder Kronendrücker vor Stößen und unbeabsichtigtem Betätigen bewahrt.DuplexhemmungHistorische Hemmungsbauart mit zwei Impulsen pro Schwingung, heute kaum noch verbaut.

E

EchtheitszertifikatDokument, das die Echtheit einer Uhr bestätigen soll, ausgestellt von Hersteller, Händler oder Prüfstelle.Edelstahl (316L/904L) · SSDer häufigste Gehäusewerkstoff; 316L ist Standard, das härtere 904L besonders korrosionsbeständig.Edelstahl 316LNichtrostender Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, der am häufigsten für Uhrengehäuse verwendet wird.EinlaufzeitDie Anfangsphase eines neuen mechanischen Werks, in der sich die Gangwerte noch etwas einpendeln.EinzeigeruhrUhr mit nur einem Zeiger, die die Zeit bewusst entschleunigt anzeigt.EisenbahnuhrPräzise, gut ablesbare Uhr, die den historischen Anforderungen des Bahnbetriebs entsprach.EmailleEin durch Brennen von Glaspulver auf Metall erzeugter, farbstabiler Überzug, der für hochwertige Zifferblätter verwendet wird.Emaille-Zifferblatt (Grand Feu)Bei hoher Temperatur eingebranntes Emaillezifferblatt; edel, tief und alterungsbeständig.EmailmaterialEin glasartiger Werkstoff aus eingebranntem Schmelzpulver, der vor allem für besonders beständige Zifferblätter genutzt wird.EndgliedDas Verbindungsstück, das ein Metallarmband zwischen den Bandanstößen mit dem Gehäuse verbindet.Endstück (Endlink)Passstück zwischen Gehäuse und Metallband.Entspiegelung · ARAntireflex-Beschichtung auf dem Glas, die Spiegelungen mindert und die Ablesbarkeit verbessert.ErweiterungsgliedEin Erweiterungsglied ist ein Element eines Metallarmbands, das dessen Länge vergrößert, etwa als ausklappbare Verlängerung in der Schließe.Ewiger KalenderEine Komplikation, die Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahre korrekt anzeigt – bis weit ins nächste Jahrhundert ohne Korrektur.

F

FaltschließeKlappverschluss am Armband, der die Uhr sicher am Handgelenk hält und das Band schont.FassungDie Art, wie Edelsteine wie Diamanten am Gehäuse, an der Lünette oder am Zifferblatt einer Uhr gehalten werden.FederhausDie zylindrische Trommel, in der die aufgezogene Zugfeder sitzt. Von hier aus gibt die Feder ihre Kraft nach und nach an das Räderwerk ab.FederhausbrückeBrücke im Uhrwerk, die das obere Lager der Federhauswelle aufnimmt und das Federhaus in Position hält.FederhauskernDer Kern im Federhaus, um den die Zugfeder gewickelt ist und an dem sie beim Aufzug gespannt wird.FederstegGefederter Stift, der das Armband zwischen den Bandhörnern hält; Grundlage für den Bandwechsel.FederstegbohrungDie Federstegbohrung ist die Bohrung im Bandanstoß, in der die Enden des Federstegs sitzen und so das Armband am Gehäuse halten.FeinregulierungDie Feinregulierung ist eine Vorrichtung, mit der sich der Gang einer mechanischen Uhr präzise einstellen und korrigieren lässt.Felduhr (Field Watch)Eine robuste, schnörkellose Uhr in der Tradition militärischer Armbanduhren. Kennzeichen sind hohe Ablesbarkeit, klare Ziffern und ein widerstandsfähiges Gehäuse.FeldweckerEin robuster, tragbarer Wecker für den Einsatz im Freien, der Zeitanzeige und Alarmfunktion in einem widerstandsfähigen Gehäuse vereint.FlachspiraleEine Unruhspirale, deren Windungen flach in einer Ebene liegen und nach außen spiralförmig verlaufen.Fleurier Quality · QFStrenge Zertifizierung inklusive Chronometrie- und Gangtest der fertigen Uhr.Fliegendes TourbillonTourbillon, dessen drehender Käfig nur von unten gelagert ist und ohne obere Brücke frei sichtbar rotiert.Fliegeruhr (B-Uhr)Eine gut ablesbare Uhr im Stil historischer Beobachtungsuhren für Piloten. Typisch sind großes Zifferblatt, hoher Kontrast und das markante Dreieck bei der 12.FlippingDer Kauf einer gefragten Uhr mit dem Ziel, sie kurz darauf mit Gewinn weiterzuverkaufen.Fluor-KautschukFluor-Kautschuk (FKM) ist ein besonders beständiger Synthesekautschuk, der für hochwertige Uhrenarmbänder und Dichtungen verwendet wird.FlybackEine Chronographenfunktion, mit der sich die Stoppzeit per einzelnem Tastendruck nullstellen und sofort neu starten lässt. Das spart die sonst nötigen drei Schritte aus Stopp, Null und Start.Forged CarbonEin Verbundwerkstoff aus kurzen Kohlefasern und Harz mit unregelmäßiger, marmorierter Zeichnung.FoudroyanteKleiner Zeiger, der pro Sekunde einmal umläuft und dabei in Schritten Bruchteile der Sekunde anzeigt.FourniturenSammelbegriff für die einzelnen Klein- und Ersatzteile eines Uhrwerks wie Räder, Federn oder Lagersteine.Franken-UhrEine Uhr, die aus Teilen unterschiedlicher Uhren oder Modelle zusammengesetzt ist. Sie wird oft als Original ausgegeben, ist aber kein einheitliches Sammlerstück.FrankenwatchEine aus Teilen verschiedener Uhren oder mit nicht originalen Bauteilen zusammengesetzte Uhr, deren Bestandteile nicht zusammengehören.Freie FederEine Unruh ohne Rücker, deren Gang nicht über die Spirallänge, sondern über verstellbare Gewichte am Unruhreif reguliert wird.Frequenz (Halbschwingungen)Gibt an, wie schnell die Unruh schwingt, meist in Halbschwingungen pro Stunde (A/h). Übliche Werte sind 21.600, 28.800 oder 36.000 A/h – je höher, desto ruhiger gleitet der Sekundenzeiger.Full SetUhr mit komplettem Lieferumfang – Box, Papiere, Rechnung; erhöht Vertrauen und Wiederverkaufswert.Fumé-Zifferblatt„Rauch“-Zifferblatt mit Farbverlauf von hell in der Mitte zu dunkel am Rand.FunkuhrEine Uhr, die per Funksignal von einem an Atomuhren gekoppelten Sender ihre Zeit automatisch stellt und nachführt.

G

GADA (Go Anywhere, Do Anything)Bezeichnet eine Allrounder-Uhr, die vom Büro bis zum Wochenende zu allem passt. Gemeint ist meist eine robuste, wasserdichte Automatikuhr mittlerer Größe.GangabweichungWie stark eine Uhr pro Tag vor- oder nachgeht, angegeben in Sekunden pro Tag (z. B. −4/+6 s).GanggenauigkeitMaß dafür, wie genau eine Uhr die Zeit hält, angegeben als tägliche Gangabweichung in Sekunden pro Tag.GangreglerDas schwingende System aus Unruh, Spirale und Hemmung, das den Takt der Uhr vorgibt.GangreserveDie Zeitspanne, die ein voll aufgezogenes mechanisches Werk ohne Tragen läuft (typisch 38–80 Stunden).GarantiekarteEin dem Neukauf beiliegendes Dokument, das den Kauf, die Echtheit und den Garantiezeitraum einer Uhr bestätigt.GehäuseDas Metallgehäuse, das Werk, Zifferblatt und Glas schützt und zusammenhält.GehäusedurchmesserDer Durchmesser des Gehäuses ohne Krone, in Millimetern. Häufigstes, aber nicht wichtigstes Größenmaß (siehe Bandanstoß).GehäuseflankeDie Gehäuseflanke ist die seitliche Fläche eines Uhrengehäuses zwischen Boden und Glasrand, an der meist die Krone sitzt.GehäusenummerEine in das Gehäuse eingravierte Nummer, die das einzelne Exemplar kennzeichnet und zur Zuordnung und Datierung dient.GelbgoldKlassische goldfarbene Goldlegierung.Genfer SiegelEin staatliches Gütezeichen des Kantons Genf für Uhren, die dort gefertigt werden und festgelegte Qualitätskriterien erfüllen.Genfer StreifenEin Werkdekor aus parallelen, wellenförmigen Streifen, das Brücken, Rotoren oder Platinen ziert.GesperrSperrmechanismus aus Sperrrad und Klinke, der ein Zurückdrehen des aufgezogenen Federhauses verhindert.GezeitenanzeigeDie Gezeitenanzeige ist eine Komplikation, die den Wechsel zwischen Ebbe und Flut anzeigt und sich am Lauf des Mondes orientiert.Ghost BezelAusgeblichene Lünette einer Vintage-Uhr, oft ins Gräuliche verfärbt.Gilt-ZifferblattEin meist tiefschwarzes Zifferblatt mit goldfarbener Beschriftung, das historisch über ein galvanisches Verfahren entstand.GitterbodenEin durchbrochener Gehäuseboden mit gitterartigen Öffnungen, der unter anderem den Schallaustritt erleichtert.Glasboden (Sichtboden)Ein durchsichtiger Gehäuseboden aus Saphir- oder Mineralglas, der den Blick auf das Werk freigibt.GlasfaserFeine Glasfäden, die als Verstärkung in leichten, korrosionsfesten Kunststoffgehäusen dienen.GleitzaumDas gebogene äußere Ende der Zugfeder in Automatikwerken, das an der Federhauswand gleitet und Überspannen verhindert.GliederbandMetallarmband aus einzelnen Gliedern, etwa Oyster, Jubilee oder Präsident.GlucydurKupfer-Beryllium-Legierung für Unruhreifen; temperaturstabil und antimagnetisch.GMTEine Komplikation mit zusätzlichem Zeiger für eine zweite Zeitzone; benannt nach der Greenwich Mean Time.GMT-Lünette24-Stunden-Lünette zum Ablesen einer weiteren Zeitzone.GnomonDas schattenwerfende Teil einer Sonnenuhr, dessen Schatten die Tageszeit anzeigt.Gold-LegierungEine Mischung aus Gold und weiteren Metallen, die das weiche Edelmetall härtet und seine Farbe bestimmt.GongfederGehärteter Stahldraht in schlagenden Uhren, der von einem Hammer angeschlagen wird und den Ton erzeugt.GrabenuhrEine frühe Armbanduhr aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, die den Übergang von der Taschen- zur Armbanduhr markiert.Grail-UhrDie persönliche Traumuhr, auf die man lange hinspart.Grand-Feu-EmailleBei hoher Temperatur eingebranntes Glasemail für besonders beständige, glänzende Zifferblätter.Grande ComplicationUhr, die mehrere besonders aufwendige Komplikationen in einem einzigen Werk vereint.Grande SonnerieEine Schlagwerkskomplikation, die selbsttätig die Stunden und Viertelstunden schlägt, sobald diese verstreichen.GraumarktDer Handel mit fabrikneuen Uhren außerhalb des offiziellen Händlernetzes. Die Uhren sind echt, kommen aber oft ohne volle Herstellergarantie und meist mit Rabatt.GroßdatumDatumsanzeige über zwei Scheiben in größerer, gut lesbarer Darstellung.GrundplatineDie Grundplatine ist die tragende Basisplatte eines Uhrwerks, auf der alle weiteren Bauteile, Brücken und Lager befestigt werden.GuillochéEin feines, ins Zifferblatt graviertes Muster aus sich kreuzenden Linien.GütezeichenEin Gütezeichen ist ein Prüf- oder Qualitätssiegel, das einer Uhr die Einhaltung bestimmter Standards bei Fertigung, Genauigkeit oder Herkunft bescheinigt.

H

HaifischlederAus echter Haihaut gegerbtes Leder für Armbänder, das als besonders strapazierfähig und feuchtigkeitsbeständig gilt.HalbschwingungDie Bewegung der Unruh von einem Umkehrpunkt zum anderen; zwei Halbschwingungen ergeben eine vollständige Schwingung.HandaufzugEin mechanisches Werk ohne Rotor, das täglich von Hand über die Krone aufgezogen wird – oft besonders flach.HardlexEin von Seiko verwendetes gehärtetes Mineralglas; kratzfester als normales Mineralglas, aber weicher als Saphir.Haute HorlogerieFranzösischer Begriff für die anspruchsvollste, besonders aufwendig gefertigte Uhrmacherei.Hebelscheibe (Ellipse)Kleine Scheibe an der Unruhwelle mit dem Hebelstein, über den der Anker die Unruh antreibt.HebelsteinDer Rubinstift auf der Unruhrolle, der die Antriebsimpulse zwischen Ankergabel und Unruh überträgt.HebewinkelDer werkspezifische Winkel, den die Zeitwaage zur korrekten Amplituden-Messung benötigt (oft 52 Grad).Heliumventil · HEVVentil an professionellen Taucheruhren, das beim Sättigungstauchen eingedrungenes Helium entweichen lässt; für Alltag und Hobby ohne Bedeutung.HemmungDas Herzstück jeder mechanischen Uhr: Sie teilt die Energie der Feder in gleichmäßige Impulse und hält die Uhr im Takt.Hertz · HzEinheit der Werkfrequenz; 4 Hz bedeuten acht Halbschwingungen der Unruh pro Sekunde und einen ruhigeren Sekundenlauf.HerzscheibeHerzförmiger Nocken im Chronographen, der beim Betätigen des Nullstellers den Zeiger in die Nulllage zwingt.High Accuracy Quartz · HAQBesonders präzise Quarzwerke mit nur wenigen Sekunden Abweichung pro Jahr.Hightech-KeramikEin durch Sintern hergestellter, sehr harter und kratzfester Keramikwerkstoff für Gehäuse, Lünetten und Armbänder.HilfszifferblattEin Hilfszifferblatt ist eine kleine Anzeige innerhalb des Hauptzifferblatts, etwa für die kleine Sekunde oder die Zähler eines Chronographen.HommageEine eigenständige, legale Uhr, die den Stil eines Vorbilds aufgreift – im Gegensatz zur (illegalen) Fälschung mit fremdem Logo.HorizontalkupplungKlassische Chronographen-Kupplung über seitlich greifende Räder.Horn-zu-HornDas Maß von der Außenkante eines Bandanstoßes bis zur gegenüberliegenden, das die Länge des Gehäuses am Handgelenk bestimmt.HorologieDie Lehre und Kunst der Zeitmessung und des Baus von Uhren, von der Antike bis zur modernen Uhrmacherei.HybriduhrEine Hybriduhr verbindet die klassische analoge Zeitanzeige mit smarten Zusatzfunktionen, ohne einen vollwertigen Bildschirm zu besitzen.

I

ImpulsflächeDie glatte Kontaktfläche an Hebel und Hemmungsrad, über die der Antriebsimpuls stoßweise an die Unruh weitergegeben wird.Incabloc (Stoßsicherung)Eine federnde Lagerung, die die empfindlichen Zapfen der Unruhwelle bei Stößen schützt. Incabloc ist ein bekannter Markenname für dieses Prinzip, das ein Brechen der Lagersteine verhindert.IndexDie Markierungen auf dem Zifferblatt, die die Stunden anzeigen (Striche, Punkte oder Zahlen).InnenlünetteEin unter dem Glas liegender Skalenring, der sich meist über eine zusätzliche Krone drehen lässt und dabei geschützt bleibt.Integriertes ArmbandArmband, das nahtlos ins Gehäuse übergeht; prägend für Luxus-Sportuhren.InvestmentuhrAls Investmentuhr wird eine Uhr bezeichnet, die vorrangig in der Erwartung einer Wertsteigerung und weniger zum Tragen gekauft wird.InzahlungnahmeDie Übernahme einer gebrauchten Uhr durch einen Händler, deren Wert auf den Kaufpreis einer anderen Uhr angerechnet wird.ISO 1413Internationale Norm, die festlegt, wann eine Uhr als stoßsicher gilt, geprüft durch einen simulierten Sturz aus einem Meter Höhe.ISO 22810 · ISO 22810Internationale Norm zur Wasserdichtigkeit von Gebrauchsuhren.ISO 6425Die internationale Norm, die festlegt, wann sich eine Uhr offiziell „Taucheruhr“ nennen darf. Sie fordert unter anderem gute Ablesbarkeit im Dunkeln, eine einseitig drehbare Lünette und eine geprüfte Wasserdichtigkeit von mindestens 100 Metern.ISO 764 · ISO 764Norm für die Magnetfeldfestigkeit von Uhren; eine antimagnetische Uhr muss einem definierten Feld standhalten und danach genau laufen.IsochronismusDie Eigenschaft, gleichmäßig zu schwingen – unabhängig davon, wie stark die Zugfeder gespannt ist; wichtig für die Ganggenauigkeit.

J

JahreskalenderEin Kalender, der die unterschiedlich langen Monate automatisch berücksichtigt und nur einmal im Jahr, Ende Februar, von Hand korrigiert werden muss.Jubilee-BandFünfglied-Metallband mit feinen Mittelgliedern und elegantem Look.JubiläumsmodellUhr, die anlässlich eines Jahrestags von Marke, Modell oder Ereignis aufgelegt wird, häufig als limitierte Sonderausführung.Jubilé-BandMetallband aus fünf Gliederreihen mit schmaleren, polierten Mittelgliedern und breiteren Außengliedern.JumboSammlerbegriff für Uhrenmodelle, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß gebaut waren. Klassisches Beispiel ist die Audemars Piguet Royal Oak „Jumbo“.

K

KalenderuhrEine Uhr, die neben der Zeit auch Kalenderangaben wie Datum, Wochentag oder Monat anzeigt.KalenderwocheEine Anzeige, die zusätzlich zur Uhrzeit die laufende Wochennummer des Jahres darstellt.KaliberDie werksinterne Typenbezeichnung eines Uhrwerks. Das Kaliber verrät, welches Werk in einer Uhr arbeitet, und sagt oft etwas über Hersteller, Aufbau und Ausstattung aus.KalibrierungDas Vergleichen einer Anzeige oder Messung mit einem Bezugswert und, falls nötig, das Angleichen daran.KanonentriebRohrförmiges Trieb auf der Minutenradwelle, das den Minutenzeiger trägt und über eine Friktion das Zeigerstellen erlaubt.Karbon (Forged Carbon)Leichter, sehr fester Verbundwerkstoff mit unregelmäßiger Maserung.KarrureDer mittlere, meist einteilige Gehäuseabschnitt zwischen Lünette und Boden, der das Uhrwerk umschließt.KarussellDem Tourbillon verwandte Konstruktion mit rotierendem Hemmungskäfig, aber anderem Antrieb.KastenglasUhrglas mit erhöhtem, kastenförmigem Profil, flacher Oberseite und steilen Seiten über der Lünette.KautschukElastisches, wasserfestes Bandmaterial für Sport- und Taucheruhren.KautschukbandUhrenarmband aus elastischem, gummiartigem Material, das wasserfest und pflegeleicht ist.KeramikEin extrem kratzfester, leichter und farbstabiler Werkstoff, meist aus Zirkonoxid. Keramik verblasst nicht und fühlt sich rasch warm an, ist aber empfindlich gegen harte Schläge.KeramiklünetteEine Lünette aus Hochleistungskeramik, die besonders kratzfest und farbbeständig ist und häufig an Sportuhren sitzt.Kinetic-UhrEine Quarzuhr, die über einen Rotor Bewegungsenergie in Strom umwandelt und diese in einem Speicher für den späteren Betrieb aufbewahrt.Kissengehäuse (Cushion)Quadratisch-rundes Kissen-Gehäuse, unter anderem von Panerai bekannt.Kleine SekundeSekundenanzeige auf einem separaten Hilfszifferblatt statt zentral.KlinkenaufzugEin Aufzugsmechanismus, bei dem federnde Klinken die Bewegung nur in eine Richtung auf ein Zahnrad übertragen.KlobenEinseitig befestigter Lagerbügel, meist für die Unruh (Unruhkloben).KomfortverschlussEine Faltschließe mit Feinverstellung, die die Armbandlänge ohne Werkzeug um einige Millimeter ändert.KompassskalaEine Skala mit Himmelsrichtungen oder Gradzahlen, die zusammen mit dem Sonnenstand die grobe Bestimmung der Richtung erlaubt.KomplikationJede Funktion über die reine Zeitanzeige hinaus, z. B. Datum, Chronograph, GMT oder Mondphase.KonstantkraftBauprinzip, das dem Gangregler trotz nachlassender Federkraft eine möglichst gleichbleibende Antriebskraft zuführt.KontrastnahtNaht auf einem Armband, deren Farbe sich bewusst vom Material abhebt und als Gestaltungselement dient.KonvolutEin aus mehreren Gegenständen bestehendes Sammelangebot, das gemeinsam als ein Los verkauft wird.KonzessionärEin von der Marke autorisierter Fachhändler, der Neuuhren offiziell verkaufen darf. Nur dort gibt es die volle Herstellergarantie.Kroko-PrägungIn Leder gepresstes Muster, das die Optik von echtem Krokodilleder nachbildet, ohne exotisches Leder zu sein.KroneDas gerändelte Rädchen an der Gehäuseseite zum Aufziehen und Einstellen. Verschraubte Kronen erhöhen die Wasserdichtigkeit.KronenrohrIn das Gehäuse eingelassenes Röhrchen, durch das die Aufzugswelle führt und an dem die Krone abdichtet.KronenschutzSeitliche Schutzbügel oder eine Brücke, die die Krone vor Stößen schützen.KronradRad, das die Drehung der Krone beim Handaufzug auf das Sperrrad überträgt.KugellagerEin Wälzlager mit Kugeln zwischen zwei Laufringen, das in Uhren vor allem den Rotor des Automatikaufzugs reibungsarm lagert.KulanzEin freiwilliges Entgegenkommen eines Herstellers oder Händlers ohne rechtlichen Anspruch.KulissenschaltungEinfachere, robuste Chronographen-Steuerung über eine gestanzte Kulisse, etwa im ETA 7750.KupplungMechanismus, der zwei Teile eines Antriebs verbindet oder trennt, um Kraft zu übertragen oder zu unterbrechen.KupplungshebelEin Hebel im Aufzugs- und Zeigerstellmechanismus, der das Kupplungstrieb zwischen Aufzug und Zeigerstellung hin- und herschaltet.KupplungstriebDer Kupplungstrieb ist ein Bauteil im Aufzugsmechanismus, das je nach Kronenstellung zwischen Aufziehen und Zeigerstellen umschaltet.KutschenuhrKleine, tragbare Reiseuhr in eckigem Gehäuse mit Griff und Glaseinsätzen, ursprünglich für die Reise mit der Kutsche.

L

LackzifferblattMit Lack beschichtetes Zifferblatt mit gleichmäßigem, oft glänzendem Finish.LagenfehlerEin Lagenfehler ist der Gangunterschied einer mechanischen Uhr, der sich je nach räumlicher Lage des Werks ergibt.LagersteinEin aus synthetischem Korund gefertigtes Lager, das die Reibung an den Achsen von Rädern und Unruh verringert.LeuchtindexEin Stundenmarker, der mit nachleuchtender Masse gefüllt oder beschichtet ist und die Uhr im Dunkeln ablesbar macht.LeuchtmasseNachleuchtendes Material auf Zeigern und Indizes (häufig Super-LumiNova) für die Ablesbarkeit im Dunkeln.LeuchtpigmentEin Leuchtstoff auf Zeigern und Zifferblatt, der die Uhr im Dunkeln ablesbar macht.LigneEine alte französische Maßeinheit für den Werkdurchmesser; eine Ligne entspricht rund 2,26 Millimetern.Limited EditionUhrenmodell, das bewusst in begrenzter, oft nummerierter Stückzahl aufgelegt wird.ListenpreisVom Hersteller empfohlener Verkaufspreis einer Uhr, von dem der tatsächliche Marktpreis nach oben oder unten abweichen kann.Lollipop-SekundeSekundenzeiger mit rundem Leuchtpunkt nahe der Spitze.Lollipop-ZeigerEin Sekundenzeiger, dessen runder Leuchtkreis nahe der Spitze an einen Lutscher erinnert und die Ablesbarkeit verbessern soll.LupenglasEine kleine Sammellinse im oder auf dem Uhrglas, die ein darunterliegendes Anzeigefeld – meist das Datum – vergrößert.LépineNach Jean-Antoine Lépine benannte Bauart mit Krone bei zwölf und kleiner Sekunde bei sechs Uhr, typisch für offene Taschenuhren.LünetteDer Ring um das Glas. Bei Taucheruhren als einseitig drehbare Skala zum Messen der Tauchzeit.

M

MalteserkreuzDas Malteserkreuz ist eine Sperrvorrichtung am Federhaus, die das Aufziehen der Zugfeder begrenzt und so für eine gleichmäßigere Kraftabgabe sorgt.ManufakturEin Hersteller, der wesentliche Teile – besonders das Uhrwerk – selbst fertigt, statt sie zuzukaufen.Manufakturkaliber · In-HouseEin Uhrwerk, das eine Marke selbst entwickelt und fertigt (In-House), statt es zuzukaufen.Marine-ChronometerEine besonders präzise Uhr, die historisch zur Bestimmung der geografischen Länge auf See diente und meist kardanisch aufgehängt war.Mercedes-ZeigerStundenzeiger mit dreiteiligem Kreissymbol, typisch für Rolex-Sportuhren.MessingEine Legierung aus Kupfer und Zink, die im Uhrenbau für Platinen, Brücken, Räder und Zifferblätter verwendet wird.METAS (Master Chronometer) · METASSchweizer Zertifizierung, die Uhren u. a. auf Ganggenauigkeit und Magnetfeldfestigkeit bis 15.000 Gauss prüft.MeteoritAls Zifferblattmaterial genutztes Eisen-Nickel eines Meteoriten, dessen kristalline Widmanstätten-Struktur jedes Blatt einzigartig macht.Meteorit-ZifferblattEin Zifferblatt aus einer dünnen Scheibe echten Eisenmeteoriten. Das dabei sichtbare Kristallmuster (Widmanstätten-Struktur) macht jedes Exemplar zum Unikat.MikrorotorKleiner, ins Werk eingelassener Rotor für besonders flache Automatikuhren.MikroverstellungEine Feineinstellung an der Schließe, die die Bandlänge in kleinen Schritten anpasst, ohne dass Glieder entfernt werden.MilanaiseFeingeflochtenes Metallband (Mesh) mit stufenloser Längenverstellung; eleganter, flexibler Look.MineralglasEin günstiges, gehärtetes Uhrenglas; kratzempfindlicher als Saphir, aber splitterfester.MinutenrepetitionEine Komplikation, die die Zeit auf Knopfdruck durch Tonfolgen hörbar macht – Stunden, Viertelstunden und Minuten mit unterschiedlichen Klängen. Sie gilt als eine der aufwendigsten Uhrmacherkünste.MinutenrohrDas reibschlüssig aufgesetzte Rohr, das den Minutenzeiger trägt und über das Wechselrad zugleich den Stundenzeiger antreibt.MinuterieDie Minuten- und Sekundeneinteilung am äußeren Zifferblattrand.ModulEine eigenständige Baugruppe, die auf ein Grundwerk gesetzt wird, um dieses um eine zusätzliche Funktion zu erweitern.MondphaseEine Komplikation, die den aktuellen Stand des Mondes im Zifferblatt anzeigt.MondphasenscheibeDrehscheibe der Mondphasenanzeige, die durch einen Ausschnitt den zu- und abnehmenden Mond sichtbar macht.Monobloc-GehäuseEinteiliges Uhrengehäuse ohne abnehmbaren Boden, bei dem das Werk von der Zifferblattseite eingesetzt wird.Monopusher-ChronographChronograph, bei dem Starten, Stoppen und Nullstellen über einen einzigen Drücker nacheinander erfolgen.Métiers d'ArtSammelbegriff für die kunsthandwerklichen Techniken, mit denen Zifferblätter, Gehäuse und Werke aufwendig verziert werden.

N

NachtabschaltungDie Nachtabschaltung ist eine Funktion an Uhren mit Schlagwerk, die das selbsttätige Schlagen während der Nachtstunden unterdrückt.NachtabsenkungEine Funktion, die den automatischen Stundenschlag einer Uhr mit Schlagwerk während der Nachtstunden unterdrückt.NATO-Armband · NATODurchzugsband aus Textil, das unter dem Gehäuse verläuft; robust, wasserunempfindlich und schnell wechselbar.NATO-BandEin einteiliges Textilband, das durch beide Federstege und unter dem Gehäuseboden hindurchgeführt wird.NeuauflageEine moderne Wiederauflage eines historischen Uhrenmodells, die dessen Gestaltung aufgreift, aber mit heutiger Technik gefertigt wird.NeusilberKupferlegierung mit Nickel und Zink, die trotz des Namens kein Silber enthält.New Old StockEine ältere, nie verkaufte und ungetragene Uhr, die sich im ursprünglichen Neuzustand befindet.NIHSAbkürzung für ein Normenwerk der Schweizer Uhrenindustrie, das Begriffe, Maße, Bauteile und Prüfverfahren festlegt.NivaroxLegierung für Unruhspiralen, die relativ temperatur- und magnetfeldstabil ist.NOS (New Old Stock)Eine alte, aber nie verkaufte und nie getragene Uhr aus altem Lagerbestand. Solche Fundstücke sind bei Sammlern besonders begehrt.

O

OpalinFein aufgeraute, seidenmatte Oberflächenveredelung des Zifferblatts mit weichem, zurückhaltendem Schimmer.OriginalzustandZustand einer Uhr, in dem alle wesentlichen Teile und die Oberfläche unverändert dem Auslieferungszustand entsprechen.Oyster-BandSportliches Dreiglied-Metallband, von Rolex geprägt.

P

PalettensteinDie beiden Rubinsteine am Anker, die in die Zähne des Ankerrads greifen und den typischen Tick erzeugen.PalladiumEin silberweißes Edelmetall aus der Platingruppe, das für Uhrengehäuse und als Bestandteil von Weißgold verwendet wird.Panda-ZifferblattChronographen-Zifferblatt mit hellem Grund und dunklen Hilfszifferblättern, deren Kontrast an ein Pandagesicht erinnert.PanzerglasUmgangssprachlicher Sammelbegriff für besonders bruchfestes Glas, meist gehärtetes Mineralglas, ohne feste Definition.PatinaNatürliche, oft geschätzte Alterung von Zifferblatt, Leuchtmasse oder Gehäuse.Pellaton-AufzugEin bei IWC entwickeltes Automatikaufzugssystem, das die Rotorbewegung über einen Nocken und zwei Klinken in beide Drehrichtungen nutzt.PendeluhrEine ortsfeste Uhr, deren Gang durch ein schwingendes Pendel geregelt wird.Peripherer RotorEin außen um das Werk laufender Rotor, der den Blick auf das Werk freigibt.PerlageEine Verzierung aus vielen kleinen, sich überlappenden Schliffkreisen, meist auf verdeckten Werksteilen. Sie erzeugt ein gleichmäßig schimmerndes Muster.PerlmuttDie schimmernde Innenschicht bestimmter Muschel- und Schneckenschalen, die als Zifferblattmaterial dient.Perlmutt-Zifferblatt · MOPZifferblatt aus schimmerndem Perlmutt (Mother of Pearl); jedes Stück ist ein Unikat.Perlon-BandEinteiliges, geflochtenes Uhrenarmband aus synthetischer Polyamidfaser, das leicht, luftdurchlässig und stufenlos verstellbar ist.PerlonbandGewebtes Durchzugsband aus Perlon; leicht und atmungsaktiv.Petite SonnerieEin Selbstschlagwerk, das die Stunden zur vollen Stunde und zu den Vierteln nur die Viertel schlägt.Pie-Pan-ZifferblattAbgestuftes, tellerartiges Zifferblatt, etwa bei der Omega Constellation.PlatinSehr schweres, wertvolles und korrosionsbeständiges Edelmetall der Oberklasse.PlatineDie Grundplatte des Uhrwerks, auf der alle Bauteile montiert sind.Plongeur-ZeigerZeigerform für Taucheruhren mit großer Leuchtfläche und betontem Minutenzeiger für gute Ablesbarkeit unter Wasser.Poinçon de Genève (Genfer Siegel)Gütesiegel des Kantons Genf für hohe Verarbeitungsqualität.Pomme-Zeiger (Kolbenzeiger)Ein Zeiger mit einer betonten, birnen- oder kolbenförmigen Verdickung im Schaft. Der Name leitet sich vom französischen Wort für Apfel ab.Powerreserve-Anzeige (Gangreserveanzeige)Eine Skala auf dem Zifferblatt oder Werk, die zeigt, wie viel Energievorrat noch bis zum Stillstand bleibt. Sie funktioniert ähnlich wie eine Tankanzeige.PrellenUnerwünschtes Zurückspringen eines bewegten Bauteils, nachdem es auf einen Anschlag oder ein anderes Teil getroffen ist.President-BandEin Metallband mit drei halbrunden Gliedern pro Reihe, das der Hersteller Rolex einführte und das mit dem Day-Date verbunden ist.ProvenienzNachweisbare Herkunfts- und Besitzgeschichte einer Uhr.PrüfzeugnisEin Dokument, das bescheinigt, dass eine Uhr oder ein Werk bestimmte Prüfungen bestanden hat, etwa zu Genauigkeit oder Dichtheit.PulsometerSkala zum Messen der Herzfrequenz mithilfe des Chronographen.PunzierungKleine eingeschlagene Stempel in Edelmetall, die Feingehalt, Hersteller oder Herkunft eines Teils kennzeichnen.PVD-BeschichtungEin Verfahren (Physical Vapour Deposition), bei dem eine dünne, harte Schicht auf das Gehäuse aufgedampft wird. So lassen sich Farben wie Schwarz oder Gold erzeugen und die Oberfläche härten.

Q

Qualité FleurierEin Schweizer Qualitätszertifikat, das Herkunft, Gang, Verarbeitung und Haltbarkeit einer Uhr prüft.

R

Rallye-BandEin Rallye-Band ist ein Lederarmband mit charakteristischen Lochungen, dessen Gestaltung dem Motorsport der 1960er- und 1970er-Jahre entlehnt ist.RatschenschließeWerkzeuglos feinverstellbare Schließe (etwa Glidelock, Easylink) für schnelle Längenanpassung.Rattrapante (Schleppzeiger)Ein Chronograph mit zwei übereinanderliegenden Stoppsekundenzeigern. So lassen sich Zwischenzeiten ablesen, während die Gesamtzeit weiterläuft.RauchzifferblattZifferblatt mit weichem Farbverlauf von einer helleren Mitte zu einem dunkleren, rauchig wirkenden Rand.RechenschieberEine logarithmische Skala an der Uhr, meist an einer drehbaren Lünette, für Rechnungen und Umrechnungen.RedialEin Zifferblatt, das nachträglich neu lackiert oder bedruckt wurde. Bei Vintage-Uhren mindert ein Redial in der Regel den Sammlerwert.ReferenznummerDie eindeutige Modell-Kennung eines Herstellers; wichtig für Identifikation, Echtheitsprüfung und Wiederverkauf.Regatta-TimerEine Zusatzfunktion für den Countdown vor dem Start eines Segelrennens.RegulatorEin Zifferblatt-Layout, bei dem Stunde, Minute und Sekunde auf getrennten Achsen sitzen statt auf einer gemeinsamen Mitte. Ursprünglich diente diese Anordnung Präzisionsuhren als Ablesehilfe.Rehaut (Innenlünette)Der schräge Ring zwischen Zifferblatt und Glas. Er trägt oft eine Minuterie oder – wie bei Rolex – eine gravierte Beschriftung.ReimportEine original hergestellte Uhr, die über inoffizielle Kanäle in ein Land eingeführt wird, für das sie nicht bestimmt war.ReiseuhrEine kleine, transportable Uhr für unterwegs, häufig mit Schutzabdeckung und Weckfunktion.ReiseweckerKleine, tragbare Weckuhr für unterwegs, häufig in einem schützenden Klappgehäuse, das zugleich als Aufsteller dient.Remontoir (Konstante Kraft)Mechanismus, der der Hemmung gleichmäßige Kraft zuführt, unabhängig vom Spannungszustand der Feder.RepetitionEine Schlagwerk-Komplikation, die die Zeit auf Knopfdruck mit Tönen hörbar macht, etwa Stunden, Viertel und Minuten.RepetitionshammerDer Hammer in einer Repetitionsuhr, der auf eine Tonfeder schlägt und so die Zeit hörbar wiedergibt.ResinEin Kunstharz, das wegen seines geringen Gewichts und seiner Stoßfestigkeit vor allem für Gehäuse und Bänder robuster Uhren verwendet wird.Retrograde AnzeigeEin Zeiger, der nicht im Kreis läuft, sondern über einen Bogen wandert und am Ende blitzschnell zum Startpunkt zurückspringt. Häufig für Datum, Wochentag oder Sekunde genutzt.RhodinierungEine dünne galvanische Beschichtung aus Rhodium, die Oberflächen hell, hart und anlaufbeständig macht.RohwerkDas unfertige Grundwerk ohne Hemmung, Zugfeder und Finish, das als Basis für ein komplettes Uhrwerk dient.RoségoldGoldlegierung mit rötlichem Ton (durch Kupferanteil); warmer, eleganter Look.RotorDie halbmondförmige, schwingende Masse im Automatikwerk, die aus der Armbewegung die Feder spannt.Rubine (Lagersteine)Synthetische Rubine als reibungsarme Lager für die Wellen; ein Werk hat oft 17 bis 31 Steine.RuheflächeFläche am Palettenstein des Ankers, auf der ein Zahn des Ankerrads in der Sperrphase der Hemmung ruht.RutschkupplungSicherung im Automatikwerk, die verhindert, dass die Zugfeder beim automatischen Aufzug überspannt wird.RäderwerkDie Kette aus Zahnrädern, die die Kraft der Zugfeder zur Hemmung überträgt.RäderwerkbrückeDie Brücke, die die oberen Lager der Räder des Gehwerks aufnimmt und in exakter Position hält.Römische ZiffernZahldarstellung mit Buchstabenzeichen wie I, V und X, die auf Zifferblättern die Stunden markiert.RückerRegulierhebel am Unruhkloben, der über zwei Stifte die wirksame Länge der Spiralfeder verändert und so den Gang justiert.

S

SammlerstückEine Uhr, die von Sammlern wegen Seltenheit, Geschichte, Zustand oder Herkunft besonders gesucht ist.Sandwich-ZifferblattEin zweilagiges Zifferblatt: Unter einer ausgestanzten oberen Platte liegt eine mit Leuchtmasse gefüllte Schicht. Die Indizes leuchten dadurch besonders tief und plastisch.SaphirglasDas kratzfesteste gängige Uhrenglas (aus synthetischem Saphir) – der größte spürbare Qualitätssprung im Einstiegsbereich.SapphlexVerbundglas aus Mineralglas mit aufgebrachter Saphirschicht, ein Seiko-Begriff.SattellederEin festes, pflanzlich gegerbtes Rindleder aus der Sattlertradition, das für robuste Armbänder genutzt wird.SavonnetteTaschenuhr mit schützendem Sprungdeckel; zugleich Bezeichnung für eine Werkanordnung mit versetzter Sekunde.SchachuhrDoppeluhr mit zwei Zeitwerken und zwei Tasten, die abwechselnd die Bedenkzeit der beiden Spieler messen.SchaltjahresradDas Schaltjahresrad ist ein Bauteil des ewigen Kalenders, das den Vierjahreszyklus der Schaltjahre erfasst und die Länge des Februars steuert.Schaltrad (Säulenrad)Steuert die Funktionen eines Chronographen besonders präzise; gilt als edle Bauart.SchaltradchronographChronograph, dessen Start-, Stopp- und Nullstellfunktionen von einem Schaltrad mit Säulen gesteuert werden.SchiffsuhrEine für den Einsatz an Bord bestimmte Uhr; im engeren Sinn der zur Navigation genutzte, kardanisch gelagerte Schiffschronometer.Schlagwerk (Sonnerie)Mechanismus, der die Zeit hörbar schlägt (Petite oder Grande Sonnerie).SchneckenschliffDekorativer Schliff mit spiralförmigem, an ein Schneckenhaus erinnerndem Muster auf Werkteilen.SchnellschwingerEine Uhr mit besonders hoher Unruhfrequenz, meist 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Der schnelle Takt sorgt für einen flüssig laufenden Sekundenzeiger und oft für hohe Ganggenauigkeit.Schnellwechsel-FederstegFedersteg mit kleinem Hebel für werkzeuglosen Bandwechsel (Quick-Release).SchnellwechselbandArmband, das sich ohne Werkzeug tauschen lässt, meist über Federstege mit kleinem Hebel.SchraubbodenEin Gehäuseboden, der ins Gehäuse eingeschraubt statt nur eingedrückt wird. Die Verschraubung presst eine Dichtung an und erhöht so die Wasserdichtigkeit.SchraubstegEin Steg zur Befestigung des Bandes, der statt durch Federkraft mit einer Schraube gesichert wird und dadurch besonders fest sitzt.SchutzartEine genormte Kennzeichnung, die den Schutz eines Geräts gegen Fremdkörper und Wasser in zwei Ziffern angibt.Schwanenhals-FeinregulierungEine feine, über eine gebogene Feder justierbare Reguliervorrichtung – oft ein Zeichen gehobener Verarbeitung.SchwarzpoliturHandpolitur, die eine Stahlfläche so eben macht, dass sie je nach Lichteinfall tiefschwarz oder spiegelnd hell erscheint.SchwertzeigerEin gerader, breiter Zeiger in Form einer Klinge. Seine große Fläche bietet viel Platz für Leuchtmasse und sorgt für gute Ablesbarkeit.Schwungmasse-DatumBeschreibt das Zusammenspiel von Rotor und Datumsanzeige in Automatikuhren: Die Schwungmasse liefert die Energie, die auch die Datumsschaltung antreibt.Sedimentgestein-ZifferblattZifferblatt aus einer dünnen Scheibe Sedimentgestein, dessen natürliche Schichtung jedes Exemplar einzigartig macht.Sektor-ZifferblattEin Zifferblatt, das durch konzentrische Ringe oder Linien in Abschnitte unterteilt ist. Der nüchtern-technische Look stammt aus den 1930er- und 1940er-Jahren.SekundenspurDie Skala aus feinen Strichen auf dem Zifferblatt, an der sich die Sekunden ablesen lassen.Sekundenstopp (Hacking)Ein Mechanismus, der den Sekundenzeiger anhält, sobald man die Krone herauszieht. So lässt sich die Uhr sekundengenau nach einer Referenzzeit stellen.SekundenzeigertriebTrieb im Räderwerk, der den Sekundenzeiger trägt und ihn im Takt des Räderwerks bewegt.SeriennummerIndividuelle Nummer zur Identifikation und Altersbestimmung einer Uhr.ServicedichtungNeue Dichtungen, die bei jeder Wartung ausgetauscht werden. Sie sorgen dafür, dass die Uhr auch nach dem Service wieder zuverlässig dicht ist.ServicehistorieDokumentation aller Wartungen und Reparaturen, die im Lauf der Zeit an einer Uhr durchgeführt wurden.Servicierung (Revision)Turnusmäßige Wartung: Zerlegen, Reinigen, Ölen, Dichtungen tauschen und Regulieren eines Uhrwerks.SicherheitsbügelZusätzliche Sicherung an einer Faltschließe, die ein unbeabsichtigtes Öffnen des Verschlusses verhindert.SicherheitsrolleDie kleine Scheibe an der Unruhwelle, die mit dem Sicherheitsstift das ungewollte Auslösen der Ankerhemmung verhindert.SicherheitsschließeEine Schließe mit zusätzlicher Verriegelung, die ein unbeabsichtigtes Öffnen des Armbands verhindern soll.SichtbodenEin Sichtboden ist ein durchsichtiger Gehäuseboden, meist aus Saphirglas, durch den sich das Uhrwerk betrachten lässt.Silizium-SpiraleEine Unruhspirale aus Silizium statt aus Metall. Sie ist antimagnetisch, korrosionsfrei und lässt sich sehr präzise fertigen.Skelettierte ZeigerZeiger mit ausgeschnittenem, durchbrochenem Körper, sodass ihr Umriss statt einer vollen Fläche sichtbar ist.SkelettuhrEine Uhr, bei der Zifferblatt und Werkteile so weit ausgesägt sind, dass man das arbeitende Uhrwerk sieht. Das Skelettieren ist reine, aufwendige Ziertechnik.SkelettzeigerDurchbrochene Zeiger, die den Blick auf das Zifferblatt freigeben.SmartwatchAm Handgelenk getragene, computergestützte Uhr mit Display, die sich meist mit dem Smartphone verbindet und Zusatzfunktionen bietet.Snowflake-ZeigerEckiger Zeiger mit rautenförmiger Leuchtfläche, von Tudor bekannt.Sonnenschliff (Sunburst)Ein Zifferblatt-Finish mit feinen, vom Zentrum ausgehenden Strahlen. Je nach Lichteinfall wandert ein Glanz über das Blatt.SonnenuhrEin Zeitmesser, der die Uhrzeit aus dem Schatten eines Stabs auf einer Skala ablesbar macht.SperrradRad mit Klinke, das die aufgezogene Zugfeder am Zurückdrehen hindert.SpindelhemmungÄlteste Hemmungsbauart mechanischer Uhren mit Kronrad und Spindel; sie arbeitet robust, aber vergleichsweise ungenau.Spiralfeder (Unruhspirale)Die feine Feder, die die Unruh in gleichmäßige Schwingungen zwingt und den Takt vorgibt. Empfindlich gegen Magnetismus.SpiralklötzchenKleiner Block, der das äußere Ende der Unruhspirale am Unruhkloben befestigt und so ihren festen Ankerpunkt bildet.SpiralrolleEin kleines Röllchen auf der Unruhwelle, das das innere Ende der Unruhspirale hält.SportuhrRobuste, alltagstaugliche Uhr mit höherer Wasserdichtigkeit und guter Ablesbarkeit.Springende Stunde (Jumping Hour)Eine Anzeige, bei der die Stunde nicht per Zeiger, sondern als Zahl in einem Fenster erscheint und zum vollen Stundenwechsel weiterspringt.StanduhrFrei stehende Uhr, klassisch als hohe, gewichts- und pendelgetriebene Bodenstanduhr aus Holz.StaubdeckelEin zusätzlicher innerer Deckel im Gehäuse, der das Werk vor Staub schützt.StellhebelBauteil des Aufzugmechanismus, das die Aufzugswelle sichert und zwischen Aufziehen und Stellen umschaltet.StellhebelschraubeDie Schraube, die den Stellhebel sichert; leicht gelöst gibt sie die Aufzugswelle zum Herausziehen frei.StellwelleWelle zwischen Krone und Werk, über die die Uhr aufgezogen und die Zeiger gestellt werden.SterlingsilberEine Silberlegierung mit 92,5 Prozent Silberanteil, gestempelt mit 925.SternzeitAstronomisches Zeitmaß, das sich an der Erddrehung gegenüber den Fixsternen orientiert; ein Sterntag ist knapp vier Minuten kürzer als ein Sonnentag.StoppuhrEine Uhr zum Messen von Zeitspannen, die sich starten, anhalten und auf null zurückstellen lässt.StoßsicherungFedernde Lagerung der Unruhwelle (etwa Incabloc, Kif, Paraflex), die Stöße abfängt.StraußenlederStraußenleder ist ein Leder mit den charakteristischen Noppen der Federansätze, das für hochwertige Uhrenarmbänder verwendet wird.StundenradDas Rad im Zeigerwerk, das den Stundenzeiger trägt und sich in zwölf Stunden einmal dreht.Super-LumiNova · SLNMarken-Leuchtpigment, das sich mit Licht auflädt und nachleuchtet; nicht radioaktiv.Superlative ChronometerEine herstellereigene Bezeichnung von Rolex für Uhren, die nach dem Einschalen zusätzlichen Prüfungen unterzogen werden.Swiss MadeSwiss Made ist eine gesetzlich geregelte Herkunftsbezeichnung für Uhren, die überwiegend in der Schweiz entwickelt und gefertigt wurden.Syringe-ZeigerSchlanke, nadelartige Zeiger, deren Form an eine Injektionsnadel erinnert.SättigungstauchenEin professionelles Tauchverfahren, bei dem Taucher über längere Zeit unter hohem Druck in einer Heliumatmosphäre leben. Für solche Einsätze brauchen Uhren ein Heliumventil.

T

TachymeterEine Skala (oft auf der Lünette), mit der sich zusammen mit dem Chronographen Geschwindigkeiten messen lassen.Tachymeter-LünetteFeste Lünette mit Tachymeterskala zur Geschwindigkeitsmessung.Tag-Nacht-AnzeigeZeigt über ein Symbol oder eine Scheibe, ob es Tag oder Nacht ist (AM/PM).TaktgeberDas Bauteil einer Uhr, das den gleichmäßigen Takt erzeugt, nach dem die Zeit gemessen wird.TantalSeltenes, schweres, bläulich-graues Metall für Gehäuse.TapisserieEin guillochiertes Zifferblattmuster aus einem Raster kleiner, erhabener Quadrate, das dem Blatt Tiefe und Struktur verleiht.Tapisserie-ZifferblattFeines Karomuster, unter anderem von der Audemars Piguet Royal Oak bekannt.TaschenuhrUhr zum Tragen in der Tasche, historischer Vorläufer der Armbanduhr.TaucherfaltschließeEine Faltschließe für Taucheruhren mit integrierter Verlängerung, die das Band über einen Tauchanzug hinweg weiten kann.TaucheruhrEine wasserdichte, gut ablesbare Uhr mit drehbarer Lünette zum Ablesen der Tauchzeit. In der Praxis gelten oft erst Modelle ab 200 Metern Wasserdichtigkeit als vollwertige Taucheruhren.TaucherverlängerungKlappbare Bandverlängerung, um die Uhr über einem Taucheranzug zu tragen.TeileträgerEine Uhr, die nicht zum Tragen, sondern als Quelle für Ersatzteile zur Instandsetzung anderer Uhren dient.TelemeterSkala zum Schätzen der Entfernung eines Ereignisses über die Schalllaufzeit.TelluriumEine seltene astronomische Anzeige, die das Zusammenspiel von Sonne und Erde mit Tag, Nacht und Jahreszeiten darstellt.TemperaturgangDie Veränderung des Gangs einer Uhr durch Temperaturschwankungen, die vor allem die Elastizität der Spirale und die Abmessungen der Bauteile betrifft.TextilarmbandEin Uhrenarmband aus gewebtem Stoff wie Nylon, Perlon oder Segeltuch, das leicht, atmungsaktiv und meist unempfindlich ist.TischuhrEine freistehende Uhr, die zum Aufstellen auf Tisch, Schreibtisch oder Sims gedacht ist.Titan (Grad 2/Grad 5)Ein leichtes, hautfreundliches und sehr korrosionsbeständiges Metall. Grad 2 ist reiner und weicher, das häufig verwendete Grad 5 ist eine deutlich härtere und kratzfestere Legierung.Titan Grade 2Technisch reines Titan der Güteklasse 2, das im Uhrenbau wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und guten Verarbeitbarkeit verwendet wird.Titan Grade 5Titanlegierung mit Anteilen von Aluminium und Vanadium, die fester und härter als reines Titan ist.TonfederEin gehärteter Metalldraht in Schlagwerksuhren, der von einem Hämmerchen angeschlagen wird und den Ton erzeugt.Tonneau-GehäuseFassförmiges Gehäuse mit geschwungenen Seiten.Tote SekundeAnzeige mit sekundenweise springendem Sekundenzeiger (deadbeat/seconde morte) trotz mechanischem Werk.TourbillonEine aufwändige Komplikation, bei der sich Hemmung und Unruh drehen, um den Einfluss der Schwerkraft auszugleichen.TourbillonkäfigDer drehbare Käfig eines Tourbillons, der Hemmung und Unruh aufnimmt und sich dreht, um Lagenfehler auszugleichen.TransferdruckEin Druckverfahren, bei dem Schrift oder Muster über einen Zwischenträger auf das Zifferblatt übertragen werden.TriebKleines, gezahntes Ritzel im Räderwerk, das mit den größeren Rädern kämmt und die Antriebskraft weiterleitet.Tropic-BandEin gelochtes Kautschukband im Stil der 1960er- und 1970er-Jahre, oft an sportlichen Uhren getragen.Tropical DialVintage-Zifferblatt, das durch Sonne und Feuchtigkeit gleichmäßig braun ausgeblichen ist.TurmuhrEine große öffentliche Uhr in einem Turm, oft mit Glockenschlagwerk.

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UhrmachereiDas Handwerk des Herstellens, Zusammensetzens und Instandhaltens von Uhren; zugleich Bezeichnung für die zugehörige Werkstatt.UhrmacherlupeEine kleine, meist einäugige Vergrößerungslinse, die Uhrmacher zur Betrachtung feiner Bauteile verwenden.UmkehrräderRäder im Automatikwerk, die die Drehung des Rotors in beiden Richtungen in eine einseitige Aufzugsbewegung umsetzen.UngetragenZustandsangabe für eine Uhr, die nie am Handgelenk getragen wurde, aber durchaus schon älter sein kann.UnruhDas schwingende Rad, das mit der Spiralfeder das Taktgeber-System (das Herz) einer mechanischen Uhr bildet.UnruhklobenVerschraubte Brücke auf der Werkseite, die das obere Lager der Unruh aufnimmt und häufig die Feinregulierung trägt.UnruhwelleDie feine Achse, auf der die Unruh sitzt und die mit ihren Zapfen in den Lagern des Uhrwerks läuft.UTC · UTCKoordinierte Weltzeit, Bezugszeit für die zweite Zeitzone bei GMT-Uhren.

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VergoldungDünne Goldschicht auf unedlem Metall (gold plated); nicht massiv.Verschraubte KroneIns Gehäuse geschraubte Krone für höhere Wasserdichtigkeit.VertikalkupplungChronographen-Kupplung, die den Stoppzeiger ohne Zucken startet und für Dauerbetrieb taugt.VertragshändlerEin vom Hersteller autorisierter Fachhändler, der neue Uhren einer Marke verkaufen darf.ViertelrepetitionSchlagwerk, das auf Abruf die Stunden und die Viertelstunden mit Tönen hörbar macht.VintageÄltere, gebrauchte Uhren mit Sammlerwert – meist mehrere Jahrzehnte alt und original erhalten.Vintage-LeuchtmasseÄltere Leuchtmassen auf Zifferblättern und Zeigern sowie der gealterte Farbton, den sie mit der Zeit annehmen.VollkalenderZeigt Datum, Wochentag und Monat, muss aber an kurzen Monaten korrigiert werden.vphEinheit für die Frequenz eines mechanischen Uhrwerks; sie zählt die Halbschwingungen der Unruh in einer Stunde.

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WaffelmusterZifferblattdekor aus einem regelmäßigen Gitter kleiner Quadrate, das an die Oberfläche einer Waffel erinnert.Wandernde StundeEine Anzeige, bei der die aktuelle Stundenzahl auf einer Scheibe über eine Minutenskala wandert und dabei zugleich die Minute anzeigt.WartelisteEine bei Händlern oder Herstellern geführte Liste für stark nachgefragte Modelle, deren Verfügbarkeit hinter der Nachfrage zurückbleibt.Wasserdichtigkeit (ATM/Bar)Angabe des geprüften Drucks; 1 ATM ≈ 1 bar ≈ 10 m. Ein Labor-Prüfwert, keine reale Tauchtiefe.Water Resistant · WREnglische Angabe der Wasserdichtigkeit auf dem Gehäuseboden, oft in Metern oder ATM; kein Freibrief fürs Tauchen.WechselradZwischenrad im Zeigerwerk, das die Bewegung des Kanonentriebs auf das Stundenrad überträgt und so die Untersetzung 12:1 herstellt.WeckuhrEine Uhr mit Weckfunktion, die zu einer eingestellten Zeit ein akustisches Signal auslöst.WeißgoldSilbrig-weiße Goldlegierung, oft zusätzlich rhodiniert.Weißgold-LegierungGold, das mit weißen Metallen wie Palladium oder Nickel zu einer hellen, silbrigen Legierung verbunden ist.WeltzeituhrEine Uhr, die alle 24 Zeitzonen gleichzeitig anzeigt, meist über einen drehbaren Ring mit Städtenamen. Praktisch für alle, die mehrere Zeiten im Blick behalten wollen.WerkringEin Ring, der das Uhrwerk im Gehäuse hält und mittig positioniert, wenn das Werk kleiner ist als das Gehäuse.WertgutachtenEine schriftliche, fachliche Einschätzung des Wertes einer Uhr für Zwecke wie Versicherung oder Verkauf.WertstabilitätWertstabilität beschreibt, wie gut eine Uhr ihren Wert über die Zeit behält, insbesondere ihren erzielbaren Wiederverkaufspreis.Westminster-SchlagwerkEin Schlagwerk, das die vier Töne der bekannten Westminster-Melodie über mehrere Tonfedern erklingen lässt.WinkelhebelSchwenkbarer Hebel im Aufzugsmechanismus, der die Krone in ihren Positionen rastet und zwischen Aufziehen und Zeigerstellen umschaltet.WochentagsanzeigeEine Anzeige, die den aktuellen Wochentag von Montag bis Sonntag zeigt, meist über ein Fenster oder ein Hilfszifferblatt.Wolframcarbid (Hartmetall)Sehr harter, schwerer Werkstoff für kratzfeste Gehäuse und Lünetten.WölbungDie nach außen gebogene, konvexe Form eines Uhrglases oder Zifferblatts.

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ZahnlünetteLünette mit gezahntem, zahnradartigem Rand, der besseren Griff bietet und das Gehäuse optisch prägt.ZapfenDie dünnen Wellenenden der Räder, die in den Lagersteinen laufen.Zaratsu-PoliturEine japanische Politurtechnik (u. a. Seiko), die makellos verzerrungsfreie, spiegelnde Flächen erzeugt.Zeigerdatum (Pointer Date)Datumsanzeige über einen zentralen Zeiger auf einer Randskala.ZeigerwerkDie Räder unter dem Zifferblatt, die Stunden- und Minutenzeiger antreiben.ZeitgleichungAnzeige der Differenz zwischen mittlerer und wahrer Sonnenzeit.Zeitwaage (Timegrapher)Ein Messgerät, das den Gang eines mechanischen Werks hörbar und sichtbar auswertet. Es zeigt Werte wie Gangabweichung, Amplitude und Abfallfehler an.ZeitzoneEin Gebiet mit einheitlicher Uhrzeit, die sich als fester Abstand zur Weltzeit UTC ergibt.ZentralsekundeSekundenzeiger aus der Blattmitte über das gesamte Zifferblatt.Zertifikat (Papiere)Garantiekarte und Echtheitsnachweis; erhöhen Vertrauen und Wiederverkaufswert.ZifferblattDie sichtbare Vorderseite der Uhr, auf der Zeit und Funktionen angezeigt werden.ZifferblattfüßeKleine Stifte an der Rückseite des Zifferblatts, die es in der Platine verankern und dort verschraubt oder geklemmt werden.Zugfeder (Triebfeder)Die spiralförmig aufgewickelte Feder im Federhaus, die beim Aufziehen gespannt wird. Sie ist der Energiespeicher jeder mechanischen Uhr.ZugfederhausDas trommelförmige Gehäuse, das die aufgezogene Zugfeder aufnimmt und deren gespeicherte Kraft an das Räderwerk abgibt.ZugstangeEin stangenförmiges Bauteil, das eine ziehende (Zug-)Kraft von einer Stelle eines Mechanismus auf eine andere überträgt.Zulu-BandEin durchgezogenes, besonders robustes Nylonband mit kräftigen, meist runden Schlaufen, das dem NATO-Band ähnelt.ZustandsnoteEine Bewertung, die den Erhaltungszustand einer gebrauchten Uhr zusammenfassend beschreibt.Zweite ZeitzoneZusätzliche Anzeige einer weiteren Zeitzone, etwa über einen GMT-Zeiger.ZwiebelkroneEine große, rund gewölbte Aufzugskrone, deren Form an eine Zwiebel erinnert.ZwischenhändlerEin Händler, der zwischen Hersteller und Endkunde steht und Uhren häufig ohne offizielle Autorisierung der Marke weiterverkauft.ZwischenradEin zwischengeschaltetes Rad, das Bewegung überträgt, ohne das Übersetzungsverhältnis zu verändern.ZylinderhemmungEine ältere Hemmungsbauart, bei der ein hohler Zylinder auf der Unruhwelle das Steigrad steuert und flachere Uhren ermöglichte.

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Ébauche (Rohwerk) · ÉbaucheEin noch nicht fertig montiertes/veredeltes Basiswerk, das Hersteller wie ETA oder Sellita zuliefern.ÉtablissageDie traditionelle Fertigungsweise, bei der ein Betrieb Uhren aus zugelieferten Teilen verschiedener Spezialisten zusammensetzt.