Uhren-Lexikon · Material

Gold-Legierung

Eine Mischung aus Gold und weiteren Metallen, die das weiche Edelmetall härtet und seine Farbe bestimmt.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten
Gold-Legierung bei Uhren erklärt
Foto: HONG SON · Pexels

Was eine Gold-Legierung ist

Eine Gold-Legierung ist eine Mischung aus reinem Gold und einem oder mehreren anderen Metallen. Reines Gold, auch Feingold genannt, ist für den täglichen Gebrauch zu weich und würde als Gehäuse oder Armband schnell verkratzen und sich verformen. Durch das Zulegieren härterer Metalle wird das Material widerstandsfähiger und alltagstauglich, ohne seinen edlen Charakter zu verlieren.

Der Goldgehalt wird in Karat oder als Feingehalt in Tausendteilen angegeben. Achtzehn Karat entsprechen einem Feingehalt von 750, also 75 Prozent Gold; vierzehn Karat entsprechen 585. Für hochwertige Uhrgehäuse ist die Legierung mit 750 besonders verbreitet. Der übrige Anteil besteht aus den beigemischten Metallen der Legierung.

Farben und Zusammensetzung

Die Wahl der Zusatzmetalle bestimmt neben der Härte auch die Farbe des Goldes. Ein höherer Kupferanteil führt zu rötlichen Tönen wie Rot- oder Roségold, während silberhaltige oder blasse Zusätze das Gold heller erscheinen lassen. Der Feingoldanteil bleibt dabei jeweils gleich, nur die beigemischten Metalle unterscheiden sich in Art und Menge. Neben Kupfer und Palladium kommen je nach gewünschter Eigenschaft weitere Metalle wie Silber oder Zink in kleineren Anteilen zum Einsatz. Der Feingehalt allein sagt dabei nichts über die Farbe aus, da diese ausschließlich von der Art der Zusatzmetalle bestimmt wird.

Für Weißgold werden Gold und blasse Metalle wie Palladium legiert; die Oberfläche wird häufig zusätzlich mit Rhodium überzogen, um einen kühlen, hellen Glanz zu erzielen. Manche Hersteller verwenden eigens entwickelte Legierungen, um die Farbe besonders stabil zu halten oder das Verblassen von Rottönen zu verringern. Die genaue Rezeptur solcher Legierungen ist oft ein gehütetes Wissen der Manufaktur.

Einordnung und Pflege

Beim Kauf einer Golduhr sagt der Feingehalt aus, wie viel reines Gold enthalten ist, nicht jedoch, wie sich eine Legierung im Alltag verhält. Auch massives Gold in 750 bleibt weicher als Stahl und ist empfindlicher gegen Kratzer, obwohl es durch die Legierung deutlich härter ist als Feingold. Ein pfleglicher Umgang schont die Oberfläche entsprechend.

Eine Gold-Legierung ist von einer bloßen Vergoldung zu unterscheiden. Bei dieser trägt ein anderes Metall nur eine dünne Goldschicht, während massives Gold durch und durch aus der Legierung besteht. Der Feingehalt wird üblicherweise durch eine Punze am Gehäuse ausgewiesen und lässt sich so nachprüfen.

Häufige Fragen

Was bedeutet 750 bei Gold?

Die Zahl gibt den Feingehalt in Tausendteilen an. 750 bedeutet 75 Prozent reines Gold, was achtzehn Karat entspricht. Der Rest besteht aus anderen Metallen der Legierung.

Warum wird Gold überhaupt legiert?

Reines Gold ist sehr weich und wenig alltagstauglich. Durch das Zulegieren anderer Metalle wird es härter und kratzfester, zugleich lässt sich damit die Farbe festlegen.