Uhren-Lexikon · Norm & Abkürzung

DIN 8309

Deutsche Norm, die Anforderungen und Prüfbedingungen für magnetfeldbeständige (antimagnetische) Uhren festlegt.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Was DIN 8309 ist

DIN 8309 ist eine Norm des Deutschen Instituts für Normung aus dem Bereich der Uhrentechnik. Sie legt fest, welche Anforderungen eine Uhr erfüllen muss, um als magnetfeldbeständig, also antimagnetisch, zu gelten. Inhaltlich entspricht sie der internationalen Norm ISO 764, sodass beide dasselbe Prüfprinzip beschreiben und vergleichbare Ergebnisse liefern. Die Norm gehört damit zu den technischen Regeln, die Prüfbegriffe einheitlich festlegen.

Eine Uhr darf sich demnach nur dann als antimagnetisch bezeichnen, wenn sie die in der Norm definierten Bedingungen einhält. Der bloße Einsatz einzelner unmagnetischer Bauteile genügt dafür nicht. Erst das Bestehen der festgelegten Prüfung berechtigt dazu, eine Uhr im Sinne der Norm als magnetfeldbeständig auszuweisen. Erst eine bestandene Prüfung rechtfertigt die Bezeichnung im Sinne der Norm.

Prüfbedingungen

Für die Prüfung wird die Uhr einem festgelegten Magnetfeld ausgesetzt. Als Bezugswert dient dabei ein Feld von 4.800 Ampere pro Meter. Nach der Einwirkung muss die Uhr weiterlaufen, und ihre Gangabweichung darf einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten, gemessen im Vergleich zum Gang vor der Einwirkung des Feldes. Der genannte Wert dient dabei als einheitlicher Bezugspunkt für die Prüfung.

Hintergrund ist, dass Magnetfelder Stahlteile im Werk magnetisieren können. Besonders empfindlich reagiert die feine Spiralfeder, deren Windungen sich unter Magneteinfluss aneinanderlegen können. Dadurch verkürzt sich die wirksame Länge der Feder, und die Uhr geht vor. Genau solche Auswirkungen soll die Norm überprüfbar begrenzen. Solche Einflüsse lassen sich durch geeignete Werkstoffe und Bauweisen verringern.

Bedeutung in der Praxis

Magnetfelder begegnen im Alltag häufiger als vermutet, etwa an Lautsprechern, an Magnetverschlüssen von Taschen oder an manchen Tablet-Hüllen. Die Norm schafft eine vergleichbare, überprüfbare Grundlage dafür, was als antimagnetisch bezeichnet werden darf, und macht Angaben verschiedener Hersteller besser miteinander vergleichbar. Im Alltag genügt ein solcher Grundschutz für viele übliche Magnetquellen bereits.

Zu beachten ist, dass es sich um eine Mindestanforderung handelt. Manche Uhren übertreffen den geforderten Wert durch besondere Werkstoffe oder einen inneren Weicheisenkäfig deutlich, der das Werk abschirmt. Solche Uhren sind dann nicht mehr allein nach dieser einen Norm einzuordnen, sondern bieten einen darüber hinausgehenden Schutz. Angaben zur Magnetfeldbeständigkeit sind dadurch für Käufer besser einzuordnen und zu vergleichen.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Angabe 4.800 A/m?

A/m ist die Einheit der magnetischen Feldstärke. 4.800 Ampere pro Meter ist das Bezugsfeld, dem eine Uhr nach der Norm standhalten muss, ohne unzulässig aus dem Gang zu geraten.