Was die Schutzart ist
Die Schutzart, gekennzeichnet durch den IP-Code, ist eine genormte Angabe dazu, wie gut das Gehäuse eines Geräts gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern und von Wasser geschützt ist. Die Abkürzung IP steht für den englischen Begriff Ingress Protection, also Schutz gegen Eindringen. Festgelegt ist die Kennzeichnung in einer internationalen Norm, die einheitliche Prüfungen und Stufen vorgibt. Die Kennzeichnung stammt ursprünglich aus der Elektrotechnik, wo sie für Gehäuse unterschiedlichster Geräte verwendet wird.
Der Code besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern, zum Beispiel IP68. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen feste Stoffe wie Staub, die zweite den Schutz gegen Wasser. Steht anstelle einer Ziffer ein X, so ist der jeweilige Wert nicht angegeben, etwa in der Form IPX7. So lässt sich der Schutz eines Geräts knapp und einheitlich ausdrücken.
Wie der Code zu lesen ist
Die erste Ziffer reicht von 0 bis 6. Ein niedriger Wert bedeutet geringen oder keinen Schutz gegen Berührung und Fremdkörper, ein hoher Wert einen umfassenden Schutz; die höchste Stufe steht für Staubdichtheit. Die zweite Ziffer beschreibt in aufsteigenden Stufen den Schutz gegen Wasser, von einzelnen Tropfen über Sprüh- und Strahlwasser bis hin zum zeitweiligen oder dauerhaften Untertauchen. Ein höherer Wert steht dabei jeweils für einen umfassenderen Schutz gegen das betreffende Eindringen.
Wichtig ist, dass die Stufen jeweils unter festgelegten Prüfbedingungen ermittelt werden. Eine hohe zweite Ziffer bedeutet nicht automatisch, dass ein Gerät für beliebige Wassertiefen oder für das Tauchen geeignet ist, sondern nur, dass es die Bedingungen der jeweiligen Prüfstufe erfüllt. Maßgeblich sind daher immer die Angaben des Herstellers.
Bezug zu Uhren
Bei klassischen Uhren wird die Wasserfestigkeit meist nicht über den IP-Code, sondern über eine Angabe in Bar oder als Bezeichnung wasserdicht bis zu einer bestimmten Tiefe ausgewiesen, die auf einer eigenen Uhrennorm beruht. Der IP-Code begegnet dagegen häufiger bei elektronischen Geräten und Smartwatches, die aus dem Umfeld der Elektronik stammen.
Für den Käufer ist es sinnvoll, beide Angaben nicht zu verwechseln. Ein IP-Wert und eine Bar-Angabe folgen unterschiedlichen Prüfverfahren und lassen sich nicht unmittelbar ineinander umrechnen. Entscheidend ist stets, welche konkrete Nutzung der Hersteller für das jeweilige Gerät freigibt, etwa Händewaschen, Duschen oder Schwimmen.