Uhren-Lexikon · Gehäuse & Glas

Gehäusenummer

Eine in das Gehäuse eingravierte Nummer, die das einzelne Exemplar kennzeichnet und zur Zuordnung und Datierung dient.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten
Gehäusenummer: Kennung der Uhr
Foto: Tima Miroshnichenko · Pexels

Was die Gehäusenummer ist

Die Gehäusenummer ist eine individuelle Nummer, die in das Gehäuse einer Uhr eingraviert ist. Sie kennzeichnet das einzelne Exemplar und dient damit vor allem der eindeutigen Zuordnung. Je nach Hersteller und Epoche findet man sie an unterschiedlichen Stellen, etwa auf der Außen- oder Innenseite des Gehäusebodens, am Gehäuserand oder zwischen den Bandanstößen unter dem Armband.

Von der Gehäusenummer zu unterscheiden ist die Referenznummer. Während die Referenznummer das Modell und seine Ausführung bezeichnet und damit für viele Uhren gleich ist, gilt die Gehäusenummer im Idealfall nur für ein bestimmtes Stück. Zusätzlich tragen viele Werke eine eigene Werknummer, sodass sich Gehäuse, Modell und Werk getrennt erfassen lassen.

Wozu sie dient

Die Gehäusenummer erfüllt mehrere Aufgaben. Sie erlaubt es dem Hersteller, ein Exemplar in seinen Unterlagen zu erfassen, etwa im Zusammenhang mit Garantie, Service oder Herstellungszeitpunkt. Für Besitzer ist sie ein Bezugspunkt bei Reparaturen und bei der Kommunikation mit dem Hersteller. Bei einem Verlust oder Diebstahl kann die Nummer zudem der Identifizierung des Stücks dienen.

Besondere Bedeutung hat die Gehäusenummer bei älteren und gesuchten Uhren. Anhand der Nummer lässt sich ein Exemplar häufig einem bestimmten Produktionszeitraum zuordnen und so ungefähr datieren. Bei der Prüfung von Echtheit und Originalität wird darauf geachtet, ob Gehäusenummer, Referenz und Werk stimmig zusammenpassen und die Gravur den erwarteten Merkmalen entspricht.

Praxis

Eine sauber und korrekt ausgeführte Gehäusenummer ist ein Baustein bei der Beurteilung einer Uhr, ersetzt aber keine vollständige Prüfung. Gravuren können durch Polieren verschliffen oder bei nachträglichen Eingriffen verändert worden sein. Fehlende, unscharfe oder unstimmige Nummern gelten daher als Hinweis, ein Exemplar genauer zu untersuchen, etwa im Abgleich mit Herstellerunterlagen und weiteren Merkmalen.

Beim Kauf einer gebrauchten Uhr wird die Gehäusenummer üblicherweise mit den Angaben auf den Papieren, etwa der Garantiekarte, abgeglichen, denn stimmen die Nummern überein, stützt das die Zusammengehörigkeit von Uhr und Unterlagen. Beim öffentlichen Anbieten einer Uhr wird die Nummer aus Sorgfaltsgründen häufig unkenntlich gemacht, damit sie nicht von Dritten missbraucht werden kann. Insgesamt ist die Gehäusenummer ein nützliches Ordnungs- und Prüfmerkmal, das seinen Wert jedoch erst im Zusammenspiel mit Referenz, Werknummer und dem Gesamtzustand der Uhr voll entfaltet.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gehäusenummer und Referenznummer?

Die Referenznummer bezeichnet das Modell und ist für viele baugleiche Uhren identisch. Die Gehäusenummer kennzeichnet dagegen das einzelne Exemplar und dient der individuellen Zuordnung und Datierung.