Uhren-Lexikon · Uhrentypen

Schachuhr

Doppeluhr mit zwei Zeitwerken und zwei Tasten, die abwechselnd die Bedenkzeit der beiden Spieler messen.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten

Was eine Schachuhr ist

Eine Schachuhr ist eine Doppeluhr, die zwei getrennte Zeitwerke in einem gemeinsamen Gehäuse vereint. Sie dient dazu, die Bedenkzeit von zwei Spielern getrennt zu messen, vor allem beim Schach, aber auch bei anderen Brett- und Denkspielen. Zu jedem Zeitpunkt läuft immer nur eines der beiden Werke, während das andere stillsteht. Auf diese Weise wird die für einen Zug aufgewendete Bedenkzeit lückenlos erfasst.

Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich zwei Tasten oder Wippen. Wer seinen Zug beendet hat, drückt die auf seiner Seite liegende Taste. Dadurch stoppt die eigene Uhr, und im selben Moment beginnt die Uhr des Gegenübers zu laufen. So wird die verbrauchte Zeit lückenlos dem jeweils denkenden Spieler zugeordnet. Das Drücken der eigenen Taste beendet den eigenen Zug und übergibt die Zeit an den Gegner.

Bedienung und Zeitkontrolle

Durch den Wechsel per Tastendruck lässt sich genau verfolgen, wie viel Zeit jeder Spieler verbraucht hat. Vereinbart wird vorab eine Zeitkontrolle, etwa ein festes Zeitbudget für eine bestimmte Anzahl an Zügen oder für die gesamte Partie. Läuft die Zeit eines Spielers ab, gilt dies je nach Regelwerk als Verlust der Partie.

Die Schachuhr sorgt so für vergleichbare und faire Bedingungen für beide Seiten. Ohne sie könnte ein Spieler seine Bedenkzeit beliebig ausdehnen und eine Entscheidung endlos hinauszögern. Gerade bei Turnieren ist die geregelte Zeitmessung deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Ablaufs. Damit lässt sich eine Partie in einen zeitlich klar begrenzten Rahmen bringen.

Mechanische und digitale Uhren

Mechanische Schachuhren zeigen die Zeit über zwei Zifferblätter mit Zeigern an. Der Ablauf der Zeit wird bei ihnen oft durch ein kleines Fallblättchen angezeigt, das kurz vor der vollen Stunde vom Minutenzeiger angehoben wird und im Moment des Ablaufens sichtbar herunterfällt. So ist das Zeitende auch auf einen Blick erkennbar.

Digitale Schachuhren nutzen dagegen elektronische Anzeigen und bieten zusätzliche Betriebsarten. So lässt sich etwa nach jedem ausgeführten Zug eine feste Zeitgutschrift hinzurechnen oder eine Verzögerung einstellen, bevor die Zeit zu laufen beginnt. Solche Zeitmodi sind mit rein mechanischen Uhren nicht in gleicher Weise umzusetzen. Neben dem Schach kommt sie auch bei anderen Spielen mit begrenzter Bedenkzeit zum Einsatz.

Häufige Fragen

Wie funktioniert die Zeitmessung mit einer Schachuhr?

Es läuft immer nur die Uhr des Spielers, der am Zug ist. Nach dem Zug drückt er seine Taste, wodurch die eigene Uhr stoppt und die des Gegners startet.