
Was ein Panda-Zifferblatt ist
Als Panda-Zifferblatt bezeichnet man ein Chronographen-Zifferblatt mit hellem, meist weißem oder silbernem Grund, auf dem die kleinen Hilfszifferblätter, die Totalisatoren, in einer dunklen, oft schwarzen Farbe abgesetzt sind. Der starke Kontrast zwischen dem hellen Grund und den dunklen Zählern erinnert an das Gesicht eines Pandas mit seinen dunklen Augenflecken.
Der Begriff stammt aus der Sammlersprache und ist keine offizielle Herstellerbezeichnung. Er beschreibt ausschließlich die farbliche Aufteilung des Zifferblatts, nicht eine bestimmte Technik oder Funktion des Chronographen. Ob zwei oder drei Totalisatoren vorhanden sind, spielt für den Begriff keine Rolle, entscheidend ist der Farbkontrast. Auch die Farbe der Zeiger und der Indizes trägt zum Gesamteindruck bei, entscheidend bleibt aber der Kontrast der Zähler.
Panda und Reverse-Panda
Kehrt sich das Farbschema um, spricht man von einem Reverse-Panda: Hier ist der Grund dunkel und die Totalisatoren sind hell abgesetzt. Auch diese Variante lebt vom Kontrast zwischen Grundfläche und Zählern und ist bei Sammlern ebenso geläufig und gefragt wie das klassische Panda-Schema. Welche der beiden Varianten als attraktiver gilt, ist letztlich Geschmackssache und wechselt mit der Mode.
Beide Bezeichnungen setzen voraus, dass sich die Hilfszifferblätter farblich deutlich vom Grund abheben. Ein Zifferblatt, dessen Totalisatoren in derselben Farbe wie der Grund gehalten sind, fällt nicht unter den Begriff, auch wenn es sich um einen Chronographen handelt. Häufig sind die Zähler zusätzlich durch einen schmalen Ring eingefasst, was den Effekt verstärkt. Bei manchen Zifferblättern sind die Hilfszifferblätter zusätzlich leicht versenkt, was den Tiefeneindruck weiter verstärkt.
Herkunft und Bedeutung
Das Gestaltungsprinzip ist eng mit klassischen Chronographen verbunden und in der Wahrnehmung vieler Sammler mit Modellen aus den 1960er- und 1970er-Jahren verknüpft. Der hohe Kontrast hat neben dem gestalterischen auch einen praktischen Aspekt, denn er verbessert die Ablesbarkeit der gestoppten Zeiten auf den Hilfszifferblättern spürbar. Ein klarer Kontrast erleichtert es, die gestoppten Minuten und Stunden auch aus der Distanz rasch zu erfassen.
Heute greifen zahlreiche Hersteller das Panda-Schema wieder auf, sowohl bei Neuauflagen älterer Modelle als auch bei eigenständigen Entwürfen. Der Begriff ist damit zu einem festen Bestandteil des Vokabulars rund um Chronographen geworden und wird in Beschreibungen und Angeboten regelmäßig verwendet. Der Begriff findet sich heute in Katalogen, bei Auktionen und in Sammlerforen gleichermaßen.