Uhren-Lexikon · Gehäuse & Glas

Federstegbohrung

Die Federstegbohrung ist die Bohrung im Bandanstoß, in der die Enden des Federstegs sitzen und so das Armband am Gehäuse halten.

◷ 2 Min. Lesezeit · ✓ Von der Uhren-Experte-Redaktion geprüft · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Wie wir arbeiten
Federstegbohrung am Bandanstoß
Foto: Kevin Menajang · Pexels

Was die Federstegbohrung ist

Die Federstegbohrung ist eine kleine Bohrung in den Bandanstößen eines Uhrengehäuses, also den Hörnern, zwischen denen das Armband sitzt. In diese Bohrungen greifen die federnden Enden des Federstegs, jenes kleinen Metallstifts, der Band oder Armband am Gehäuse hält. Erst durch sie entsteht eine feste Verbindung. Der Abstand der beiden Bohrungen zueinander entspricht der Breite des Bandes, dem sogenannten Anstoßmaß.

Der Federsteg ist an beiden Enden mit gefederten Stiften versehen. Diese werden beim Einsetzen zusammengedrückt und rasten anschließend in den Federstegbohrungen ein. So entsteht eine sichere und zugleich wieder lösbare Verbindung, die den Wechsel des Bandes ohne dauerhafte Veränderung am Gehäuse ermöglicht. Die Feder im Inneren des Stegs sorgt dafür, dass die Enden zuverlässig in den Bohrungen gehalten werden.

Durchgehende und verdeckte Bohrungen

Man unterscheidet zwei Ausführungen. Bei durchgehenden Bohrungen reicht das Loch von außen durch den Bandanstoß hindurch. Bei verdeckten Bohrungen endet es im Inneren des Anstoßes, sodass von außen nichts zu sehen ist. Beide Varianten erfüllen denselben Zweck, unterscheiden sich aber in der Handhabung beim Bandwechsel. Man erkennt durchgehende Bohrungen an den kleinen Löchern, die seitlich in den Hörnern sichtbar sind.

Durchgehende Bohrungen gelten als besonders praktisch, weil sich der Federsteg mit einem spitzen Werkzeug von außen eindrücken lässt. Verdeckte Bohrungen wirken nach außen ruhiger, erfordern beim Bandwechsel aber meist eine Federstegklemme, die zwischen Band und Anstoß angesetzt wird und die Enden zusammendrückt. Welche Variante ein Hersteller wählt, ist letztlich eine Abwägung zwischen Optik und Bedienkomfort.

Bedeutung in der Praxis

Für alle, die ihre Bänder häufig wechseln, ist die Art der Federstegbohrung von praktischer Bedeutung. Durchgehende Bohrungen erleichtern den Tausch und verringern das Risiko, das Gehäuse dabei zu verkratzen. Aus gestalterischen Gründen verzichten viele Hersteller dennoch bewusst auf sichtbare Löcher, um die Flanken der Bandanstöße glatt zu halten.

Wichtig sind in jedem Fall der passende Durchmesser und die richtige Länge des Federstegs. Sitzt der Steg zu locker oder ist er verschlissen, kann sich das Band unerwartet lösen. Ein gelegentlicher Blick auf den festen Sitz beugt dem Verlust der Uhr vor und gehört zur einfachen Pflege. Bei Uhren, die häufig getragen und belastet werden, empfiehlt sich ein regelmäßiger Austausch der Federstege.

Häufige Fragen

Was ist der Vorteil durchgehender Federstegbohrungen?

Sie erlauben es, den Federsteg mit einem spitzen Werkzeug von außen einzudrücken. Dadurch lässt sich das Band schneller und mit geringerem Kratzrisiko wechseln als bei verdeckten Bohrungen.